Go Eleven Ducati hat Nachfolger für Laverty gefunden

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Mit dem ehemaligen Vizeweltmeister Eugene Laverty hatte sich Go Eleven Ducati für die Superbike-WM 2019 einen dicken Fisch geangelt. Weil der Nordire für nächste Saison zu BMW wechselt, musste das Team um Ersatz schauen.

Erst auf den letzten Drücker einigte sich das Team Go Eleven für 2019 mit Ducati, mit Eugene Laverty konnte ein damals arbeitsloser Spitzenfahrer verpflichtet werden.

Go Eleven hat bereits 2008 mit Ducati gearbeitet: Seinerzeit wurden unter dem Namen Sterilgarda Ducati mit Max Biaggi sieben Podestplätze erobert.

Später trat das Team mit Kawasaki in der Supersport-WM an und ab 2015 auch in der Superbike-WM. Mit Roman Ramos kam das Team in vier Jahren aber nur auf die Gesamtränge 15, 15, 12 und 16, obwohl der Spanier immer wieder sein Talent aufblitzen ließ.

Für 2019 erfolgte die Rückkehr zu Ducati, mit der neuen Panigale V4R hat das Team eine schlagkräftige Maschine.

Weil Go Eleven mit den Federelementen von Bitubo und der Abgasanlage von Shark einen eigenen Weg einschlägt, lassen sich die Daten kaum mit denen des Ducati-Werksteams vergleichen.

Trotzdem schaffte es Eugene Laverty bereits beim dritten Event in Aragon in die Top-6. Beim fünften Event in Imola geschah die Katastrophe: Weil die Elektronik nicht richtig arbeitete, schickte Go Eleven seinen Piloten ohne Traktionskontrolle auf die Strecke – Laverty stürzte furchteinflößend und brach sich beide Arme mehrfach.

Er fuhr zwar bereits drei Monate später wieder, zu Normalform fand der 33-Jährige aber erst wieder gegen Saisonende, als er in Argentinien und Katar einen siebten und sechsten Platz eroberte.

2020 fährt Laverty im BMW-Werksteam an der Seite von Tom Sykes, gleichwertigen Ersatz für den 13-fachen Laufsieger und Vizeweltmeister von 2013 zu finden, gestaltete sich für Go Eleven schwierig.

Im Lauf dieser Woche wird in Mailand Michael Ruben Rinaldi als sein Nachfolger präsentiert. Der 23-Jährige fuhr dieses Jahr für Barni Ducati seine erste komplette Saison Superbike-WM, 2018 bestritt er auf einer dritten Werks-Ducati im Aruba-Team bereits die Europa-Rennen.

Rinaldi wurde 2017 Superstock-1000-Champion, in bislang 52 SBK-WM-Läufen brauste er 21 Mal in die Top-10. Sein bestes Ergebnis: Platz 4 in Jerez 2019.

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