Asien ist ein schwieriges Umfeld für die Superbike-WM

Von Kay Hettich
Hafizh Syahrin würde sich ein Heimrennen in Malaysia wünschen

Hafizh Syahrin würde sich ein Heimrennen in Malaysia wünschen

Mit dem Mandalika Street Circuit hat die Superbike-WM in Asien vorerst ein neues Zuhause gefunden. Es ist zu hoffen, dass es mit der indonesischen Rennstrecke nicht wie davor in Thailand und Malaysia läuft.

Seit ihrer im Jahr 1988 gab es die Bestrebung, dass die Superbike-WM einer Weltmeisterschaft gerecht wird – und dazu gehören Veranstaltungen auf den wichtigsten Kontinenten. Damals wie heute ist primär der asiatische Raum ein schwieriges Terrain für die seriennahe Meisterschaft, obwohl sich alle engagierten Hersteller ein Meeting in Asien wünschen.

Generell hat das Scheitern der Superbike-WM in Asien verschiedene und vielfältige Gründe. In den meisten Ländern ist das Einkommen so gering, dass die meisten Menschen andere Sorgen haben, als der Besuch einer Rennstrecke. Meetings in Japan sind dagegen für die Teams sehr kostspielig – seit Sugo 2003 war die Weltmeisterschaft nicht mehr in Japan zu Gast.

Der Mandalika Street Circuit in Indonesien ist seit 2021 die Pilgerstätte für asiatische Superbike-Fans. Doch weil dort auch die MotoGP gastiert, bleibt abzuwarten, ob die seriennahe Meisterschaft in Indonesien nicht dasselbe Schicksal erleidet, wie zuvor in Thailand und Malaysia.

Gerade Malaysia wäre für die Superbike-WM gut, denn der einzige Stammpilot aus Asien ist Hafizh Syahrin. Der Honda-Pilot wurde im malaysischen Bundesstaat Selangor geboren und wäre als ehemaliger MotoGP-Pilot ein starkes Zugpferd für den Event.

Doch jeder Versuch, die Superbike-WM in Malaysia zu etablieren, schlug bisher fehl. Dabei mangelte es nicht an Versuchen. Egal, ob Sha-Alam, Johor oder auf der hochmodernen Piste in Sepang – dauerhaft etablieren konnte sich die Rennserie mit käuflichen Motorrädern nicht.

Nach Sha-Alam kam der Tross Anfang der 1990er. Fabrizio Pirovano (1990/Yamaha) und Raymond Roche (1991/Ducati) feierten jeweils Doppelsiege. Die abwechslungsreiche Piste mit 3,7 km Länge, 14 Links- und 10 Rechtskurven hat europäische Wurzeln. Sie wurde vom Niederländer John Hugenholtz gezeichnet und musste mittlerweile einem Baugebiet weichen.

Anschließend versuchte die Superbike-WM die Piste in Johor aus, wo nur Ducati-Piloten Siege feiern konnten: 1992 teilten sich Roche und Doug Polen die Laufsiege, 1993 dominierte Carl Fogarty in beiden Rennen. Heute liegt die 3,6 km lange Piste brach. Pläne zur Wiederinbetriebnahme wurden verworfen, stattdessen wurde die neue Piste «Fasttrackcity» errichtet.

In der Neuzeit nutzte Promoter Dorna 2014 seine guten Kontakte zur Rennstrecke in Sepang, um die Superbike-WM in Malaysia zu etablieren. Aber die Besucherzahlen blieben unter den Erwartungen, nach drei Jahren wurde erneut der Stecker gezogen. Als letzter Sieger schrieb sich 2016 der ein Jahr später bei einem Fahrradunfall tödlich verunglückte Nicky Hayden in die Liste ein.

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