Alvaro Bautista: «Strafen für gute Arbeit nicht fair»
Eine perfekte Regel, um sehr unterschiedliche Motorräder zu balancieren, gibt es nicht. Der zweifache Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista (Ducati) erklärt, was für ihn Sinn macht und wo die Fairness aufhört.
In der Superbike-WM 2025 kommt erstmals die
Ducati hat sich während des Wintertests Ende Oktober 2024 in Jerez mit dem Thema Benzinverbrauch befasst, "wir haben aber noch kein klares Bild", so Bautista gegenüber SPEEDWEEK.com. "Es wird ähnlich laufen wie bei der Maximaldrehzahl: Es wird eine maximale Durchflussmenge festgelegt, nach ein paar Rennen wird diese abhängig von den Leistungen angepasst. Die Ingenieure müssen möglichst genaue Kalkulationen machen, damit wir so wenig Sprit wie möglich brauchen. Damit haben wir bereits experimentiert, diesbezüglich kann man mit der Einstellung der Motorbremse oder Traktionskontrolle einiges machen."
"Diese Regel bevorzuge ich gegenüber dem Mindestgewicht", unterstrich der 63-fache Laufsieger. "Das mit dem Gewicht ist echter Mist. Die Motorräder über die Durchflussmenge auf den gleichen Level zu bringen, ist okay für mich. Es muss aber darauf geachtet werden, dass die Bikes balanciert werden – und nicht, dass es sich auf die talentierten Fahrer auswirkt. Und ich möchte hinzufügen, dass ich es grundsätzlich nicht als fair empfinde, dass ein Hersteller oder Fahrer, der gute Arbeitet geleistet hat, dafür bestraft wird. In der MotoGP ist das besser – aber in der Superbike-WM läuft es so. Gut finde ich hingegen, dass man einem Hersteller Hilfen einräumt, um zur Spitze aufzuschließen. Helfen statt bestrafen, so muss es laufen."
Aus diesem Grund wurden die Concession-Teile und Super-Concessions eingeführt: Ist ein Hersteller erfolglos, darf er Änderungen am Motor oder Chassis vornehmen, die im normalen Reglement verboten sind.
Die Anpassung der maximal erlaubten Spritdurchflussmenge ist lediglich die letzte Stellschraube im Reglement für die Feinbalance.
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