Johnny Rea (Yamaha): Chattering und kein neuer Motor
Yamaha ist mit der R1 technisch ins Hintertreffen geraten und mit den Vorbereitungen für die Superbike-WM 2025 im Rückstand. Womit sich Jonathan Rea am Dienstag beim Portimão-Test beschäftigt hat.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Im vergangenen Jahr haben wir Jonathan Rea weit unter seinen Möglichkeiten fahren gesehen. Die Umstellung auf die Yamaha R1 war eine größere Herausforderung, als es sich der Nordire vorgestellt hatte, zudem machte die Konkurrenz Fortschritte und Yamaha geriet insgesamt unter Druck. Ein im September eingeführtes neues Homologationsmodell hat daran nichts geändert.
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In der Superbike-WM 2025 kommt Yamaha aber in den Genuss von Zugeständnissen. Das Reglement erlaubt dem japanischen Hersteller Änderungen am Motorrad, die normalerweise verboten sind. Aber diese Teile müssen entwickelt, produziert und getestet werden – und damit ist Yamaha im Rückstand. Auch beim Portimão-Test können die Yamaha-Piloten nicht die neue Ausbaustufe des Reihenvierzylindermotors ausprobieren. Für Rea bleibt, sich der üblichen Abstimmungsarbeit zu widmen. "Wir haben uns intensiv mit gebrauchten Reifen beschäftigt", erzählte Rea auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com. "Als der Grip weniger wurde, haben wir das Set-up nachjustiert und dabei gute Erkenntnisse gewonnen. Mit neuen Reifen ist uns dann ebenfalls ein Schritt nach vorn gelungen – das war 2024 unser Problem, dass wir zwar mit gebrauchten Reifen gut unterwegs waren, mit frischen Reifen aber keine besseren Rundenzeiten fahren konnten. Das ist erfreulich, dass wir das erreicht haben."
Den ersten Testtag beendete der sechsfache Weltmeister als Fünfter. Auf seiner schnellsten Runde in 1:41,100 min büßte der Yamaha-Pilot 0,450 sec auf die Bestzeit von BMW-Star Toprak Razgatlioglu ein.
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"Als ich am Ende auf Zeitenjagd gehen wollte, hatte ich leider Pech. Mir kam ein Unfall von Supersport-Piloten in Kurve 3 in die Quere und unmittelbar danach war die Zeit abgelaufen", erklärte Rea. "Wenn wir das Paket geschnürt haben, werden wir unser volles Potenzial sehen können. Allerdings haben wir immer noch ein paar Baustellen, insbesondere am Gefühl zur Front müssen wir arbeiten, wo wir weiterhin mit etwas Chattering zu kämpfen haben. Wir haben dafür ein paar Ideen, was wir am Mittwoch ausprobieren werden."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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