Warum Barni Ducati Bautista wählte und nicht Rea

Jonathan Rea war bei Barni Ducati nur zweite Wahl, Alvaro Bautista die erste
Eigentlich wollte das Ducati-Kundenteam Barni Racing mit Danilo Petrucci weitermachen, doch der Haudegen erlag dem Angebot von BMW und tritt in der Superbike-WM 2026 die Nachfolge von Toprak Razgatlioglu an. Teamchef Marco Barnabo hatte sofort eine klare Vorstellung davon, wen er auf der zweiten V4R neben Yari Montella sehen wollte.
«Der Abschied von Danilo hat mich verunsichert. Er rief mich am Sonntag vor Balaton Park an und erzählte mir von dem BMW-Angebot. Fünf Minuten später nahm ich Kontakt mit Battistella auf, denn Alvaro Bautista war mein Ziel», verriet der Teamchef bei GPOne. «Meiner Meinung war er die für mich beste Wahl. Er ist ein Fahrer mit viel Ducati-Erfahrung und kennt die Arbeitsweise und Entwicklung, was für mein Team wichtig ist. Außerdem ist er unermüdlich und ist auch mit 40 Jahren unglaublich gut im Training. Ein echter Profi!»
Zur Info: Simone Battistella ist der langjährige Manager des zweifachen Superbike-Weltmeisters.
Barnabo weiter: «Die menschliche Seite muss ich auch erwähnen. Er besucht uns regelmäßig in der Hospitality, wodurch wir bereits ein freundschaftliches Verhältnis haben und uns gut kennen. Für mich war er die beste Option am Markt und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam gute Arbeit leisten können.»
Zur Erinnerung: Der Spanier ist mit 63 Siegen der erfolgreichste Superbike-Pilot von Ducati!
Für Barnabo war es auch eine Ehre, dass sich Rekordweltmeister Jonathan Rea um den Platz beworben hatte. «Er war interessiert, aber ich habe ihm keine falschen Hoffnungen gemacht», betonte der Barni-Boss. «Ich habe deshalb auch kein schlechtes Gewissen wegen seines Rücktritts. Es tut mir aber leid, dass er nächstes Jahr nicht mehr dabei sein wird – die Meisterschaft verliert mit ihm einen großartigen Champion. Meine Priorität war aber, Bautista zu verpflichten.»