Lascorz: Der schwere Start in ein neues Leben

Von Sharleena Wirsing
Superbike-WM
Steht noch ein harter Kampf bevor: Joan Lascorz.

Steht noch ein harter Kampf bevor: Joan Lascorz.

Der Anfang April bei Testfahrten der Superbike-WM in Imola verunglückte Joan Lascorz sprach nun zum ersten Mal über seinen schweren Sturz und den steinigen Weg in ein neues Leben.

Joan Lascorz stürzte am 2. April dieses Jahres beim Imola-Test der Superbike-WM schwer. Der Unfall fesselte den Spanier, der nur mehr seine Hände und Arme bewegen kann, an den Rollstuhl. Nach einem 40-tägigen Aufenthalt im Hospital Vall d'Hebron, wurde Lascorz für weitere Behandlungen ins Guttman-Institut, einer neurologischen Rehabilitationsklinik in Barcelona, verlegt.

Mitte September wird der ehemalige Kawasaki-Werkspilot die Klinik verlassen und versuchen ein neues Leben zu beginnen. «Sobald ich das Guttmann-Institut verlasse, wird ein neues Leben für mich anfangen. Ich muss alles neu durchdenken und auch neue Geldquellen finden, denn die Situation ist nicht einfach. Ich muss mir neue Ziele setzen, um mein Leben wieder geniessen zu können, auch wenn es nicht mit derselben Intensität sein wird», erläutert der 27-Jährige im Hinblick auf seinen weiteren Lebensweg.

Rückblickend kritisiert Lascorz die schlechten Sicherheitsstandards in Imola und sieht sie als mögliche Ursache für seine schweren Verletzungen: «Was passiert ist, war eine Schande. Ich weiss nicht ob das ein unglücklicher Zwischenfall war oder ob es daran lag, dass die Standards in Imola nicht für Motorräder mit 240 PS ausreichen. In jedem Fall ist dies ein Wendepunkt in meiner Rennsportkarriere und meinem Leben. Diese Situation ist sehr schwierig, aber ich muss die Zähne zusammenbeissen und weitermachen.»

Nach seinem Unfall stand dem Superbike-Pilot der schwerste Kampf seines Lebens bevor, der sich wohl noch einige Zeit fortsetzten wird. «Manchmal empfinde ich ein tiefes Gefühl der Traurigkeit, wenn ich daran denke, was mit mir passiert ist. Von einer Sekunde auf die andere hat sich alles verändert, aber ich versuche der Zukunft auch zuversichtlich und optimistisch entgegenzublicken. Es war nicht immer einfach für mich gewisse Ziele zu erreichen. Ich habe mit 18 begonnen 50-ccm-Machinen zu pilotieren und professionell zu fahren. Es ist ungerecht und sehr traurig, aber wir müssen eine Lösung finden, denn diese Verletzung wird mich für immer daran hindern Rennen zu fahren. Sie hat mein Lieben tief gezeichnet.»

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