Gobmeier über Haslam: «Ein echter Freund»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Haslam: Frust, Frust und noch mal Frust

Haslam: Frust, Frust und noch mal Frust

Ende der Saison trennen sich die Wege von Leon Haslam und BMW. Der Brite hofft sich mit guten Ergebnissen zu verabschieden - für Portimao ist er zuversichtlich.

Seit 2010 ist Leon Haslam Teil des BMW-Projekts. Mit seiner Verpflichtung ging es mit den Ergebnissen stetig bergauf. Doch in Marco Melandri (I) fand der Brite 2012 seinen Meister und muss für seinen Landsmann Chaz Davies das Feld räumen. Auch weil sich das Management für eine unverständliche Neustrukturierung des Werks-Engagement entschieden hat. Der Abschied fällt allen Beteiligten nicht leicht.

«Er ist nicht nur ein sehr schneller und talentierter Fahrer, sondern auch ein grossartiger Kämpfer. Er gibt nie auf - das beweist er oft genug, wenn er selbst schweren Verletzungen trotzt, auf seine BMW S 1000 RR steigt und für das gesamte Team sein Bestes gibt. Wir können immer zu 100 Prozent auf ihn zählen, auf und neben der Rennstrecke», zählt Motorsport-Direktor Bernhard Gobmeier die positiven Eigenschaften des Rennfahrers Leon Haslam auf. «Zudem ist Leon eine grossartige Persönlichkeit. Er ist für uns alle ein echter Freund geworden. Wir sind sehr glücklich, dass wir in den vergangenen zwei Jahren mit ihm zusammenarbeiten konnten. Ohne Leons Beitrag wären wir heute nicht dort, wo wir sind - im Spitzenfeld mit Chancen auf einen Weltmeistertitel.»


Die von Gobmeier beschriebenen Qualitäten stellte Haslam an diesemWochenende unter Beweis: Trotz Schmerzen von seinen Stürzen in Moskauund auf dem Nürburgring stellte er seine S1000 RR auf die sechsteStartposition. «Wir haben es wieder nicht geschafft, dieQualifikationsreifen zum Arbeiten zu bringen», berichtet Haslam von deralten BMW-Problematik. «Ganz am Schluss bin ich mit dem Rennreifenrausgegangen und war fünf oder sechs Zehntel schneller. Es wäre schöngewesen, die Qualifikationsreifen zum Arbeiten zu bringen, aber für dasRennen sieht es gut aus.»

Haslam durchlebte bei BMW zu Anfang schwierige Zeiten, als noch nicht jede Position ideal besetzt war. Dass er die Früchte seiner Arbeit nicht ernten konnte, bedauert der Brite. «Es ist natürlich sehr schade, sich nach zwei tollen Jahren bei BMW Motorrad nun zu verabschieden», kommentiert 29-Jährigen seinen Abgang. «Es war harte Arbeit, das Projekt nach vorn zu bringen, aber es hat mir immer großen Spass gemacht. Ich hoffe, dass wir in den letzten Rennen noch einmal richtig auftrumpfen, damit wir unsere Zusammenarbeit erfolgreich abschließen können.»

Zukunftssorgen braucht der Sohn von Ron Haslam nicht zu haben: Er wird 2013 an der Seite von Jonathan Rea bei Ten Kate fahren!

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