2013 wird ein Entscheidungsjahr

Kolumne von Eugene Laverty
Superbike-WM
«Esst keinen gelben Schnee», rät Eugene Laverty

«Esst keinen gelben Schnee», rät Eugene Laverty

Ich glaube, das nächste Jahr wird für alle Superbike- und MotoGP-Piloten von entscheidender Bedeutung sein.

Am Ende hat sich mein Wunsch erfüllt. Auf dem Nürburgring konnte ich mich in beiden Läufen auf Rang 2 platzieren. Das hat mein Selbstvertrauen gestärkt und ich konnte in Portimão endlich meinen ersten Saisonsieg einfahren. Gegen Ende der Saison wurden wir immer stärker und es ist schön mit einer Serie von guten Rennen in die Winterpause zu gehen.

Es war ein harter Kampf um den Titel und am Ende lag nur ein halber Punkt zwischen Max Biaggi und Tom Sykes. WM-Vermarkter Infront hat einen grossartigen Job gemacht, denn diese Saison wird mit neun verschiedenen Rennsiegern auf Maschinen von fünf unterschiedlichen Herstellern in die Geschichte der Superbike-WM eingehen. Keine andere Meisterschaft kann da mithalten.

Im Hinblick auf die nächste Saison denke ich, dass es ein weiteres gutes Jahr für die Weltmeisterschaft wird. Doch nachdem kürzlich bekanntgegeben wurde, wer die Meisterschaft künftig leiten wird, bin ich der Meinung, dass dieser Trend sich nach 2013 nicht fortsetzen wird. Das nächste Jahr ist deshalb für alle Superbike- und die MotoGP-Piloten sehr wichtig, denn 2014 könnten sich die Besten in der Königsklasse wiederfinden, während die anderen vernachlässigt werden. Deshalb war es nie so wichtig zu glänzen, wie es im nächsten Jahr sein wird.

In Aragón konnten wir kürzlich die neuen 17-Zoll-Reifen testen und sie zauberten mir ein Lächeln aufs Gesicht. Dieser Reifen löst viele Probleme, die wir in diesem Jahr mit der Aprilia RSV4 hatten. Der Hinterreifen behält beim Beschleunigen seine Form bei und auch der Vorderreifen macht sich in den Bremsphasen gut. Es kommt uns entgegen, dass für Ende November ein Test in Jerez geplant ist, denn im letzten Jahr machten wir den Fehler nur in Portimão zu testen. Da die Aprilia dort sehr gut funktioniert, haben wir bis zu den Rennen in Imola nicht bemerkt, dass wir einige Probleme hatten. Doch zu diesem Zeitpunkt war ich bereits verletzt und lag 50 Punkte hinter den Titelanwärtern. Wir haben mit der Abstimmung nun eine gute Richtung eingeschlagen und ich glaube, dass wir mit dem Bike und den grossartigen Aprilia-Technikern viel erreichen können.

Nun ist es jedoch Zeit, mich aufs Fahrrad zu schwingen und dem harten Winter in Nordirland zu trotzen. In den nächsten Monaten werden deshalb die Verkaufszahlen von süssem Gebäck in Nordirland dramatisch in die Höhe schnellen, denn wenn wir auf den Rädern durch die Wälder fahren, darf Süsses nicht fehlen. Mehr habe ich nicht mehr zu sagen, ausser: Zieht euch warm an, trinkt viel Tee und esst auf keinen Fall gelben Schnee.

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