Ten Kate: Der Weg zurück zum Erfolg

Von Mike Powers
Superbike-WM
Jonathan Rea testete das neue Basis-Set-up

Jonathan Rea testete das neue Basis-Set-up

Valencia war einer der Tiefpunkte in der Geschichte von Ten-Kate-Honda. Seither geht es steil bergauf. Wir erklären warum.

«Nach Valencia habe ich mich bei meinen drei Fahrer dafür entschuldigt, mit was für einem schlechten Bike sie fahren müssen», sagt Teammanager Ronald ten Kate. «So etwas will ich nie mehr in meinem Leben tun müssen.»

Seither hat die Tuningschmiede aus den Niederlanden alles daran gesetzt, den drei Fahrern Jonathan Rea, Ryuichi Kiyonari und Carlos Checa ein konkurrenzfähiges Bike hinzustellen.

Assen war ein grosser Fortschritt zu Valencia, in Monza fuhr Kiyonari als Dritter zweimal aufs Podest. Wir erklären, wie das Team zurück auf die Erfolgsspur kam.

Rennen Valencia:
2008 hatte man auf der Strecke in Spanien um den Sieg gekämpft, entsprechend hoch waren die Erwartungen und Hoffnungen. Die Honda funktionierte mit ihrer brutalen Leistungsentfaltung auf der winkligen Strecke aber überhaupt nicht. Checa fuhr als bester Ten-Kate-Pilot auf Rang 6. Ein Tiefschlag für die erfolgsverwöhnte Truppe, die 2007 mit James Toseland Weltmeister wurde.

Die Nacht nach dem Rennen:
Krisensitzung zwischen der Teamleitung und jedem einzelnen Fahrer, um die Probleme genau zu erörtern. Den Fahrern wurde aufgetragen absolut frei zu reden und jeder Art von Vorschlägen für Verbesserungen zu machen.

Montag: Besprechung in der Ten-Kate-Werkstatt, mit allen verantwortlichen Personen für Data-Recording und Fahrwerk sowie den Chefmechanikern. Nach Analyse der Daten wurde die Marschrichtung für die Zukunft beschlossen. Vorschläge wurden unterbreitet, erst Lösungsansätze gefunden.

Mittwoch:
Nach der Auswertung von Tonnen von Daten wurde analysiert, was sich am Motorrad seit dem WM-Titel von Toseland in 2007 geändert hat. Jede einzelne Veränderung an der Honda CBR1000RR wurde exakt nachvollzogen.

Eine Woche nach Valencia:
Auf dem 460 Meter langen Asphalt-Oval in Lelystadt dreht Rea erste Testrunden mit dem neuen Set-up. Zuvor fährt er aber mit dem Motorrad von Valencia, um danach exakt beschreiben zu können, wie sich die Fortschritte anfühlen. Im Laufe des Tages wird ein neues Basis-Set-up für Assen erarbeitet.

Assen:
Das Heimrennen verlief nicht gerade phänomenal, verglichen mit Valencia wurden aber grosse Fortschritte gemacht. Rea belegte die Ränge 7 und 5. Er selbst sagt, dass er erstmals in dieser Saison in der Lage war, die Honda so zu fahren, wie er sich das vorstellt.

Monza:
Ryuichi Kiynorai sichert dem Team mit zweimal Rang 3 die ersten Podestplätze in dieser Saison. Teammanager Ronald ten Kate: «Wir wissen jetzt, in welche Richtung es gehen muss. Der eingeschlagene Weg ist richtig. Wir sind aber noch lange nicht dort, wo wir hinwollen.»

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