BMW: Ausstieg aus der Superbike-WM!

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Das BMW-Werksteam wird Ende 2013 zugesperrt

Das BMW-Werksteam wird Ende 2013 zugesperrt

In wenigen Minuten wird bekannt gegeben: BMW beendet Ende dieser Saison das Engagement in der Superbike-WM. Zukünftig steht Kundensport im Mittelpunkt.

Als BMW im Herbst 2012 das Werksteam in Stephanskirchen zusperrte und in die Hände von BMW Italia gab, war dies für viele Insider ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass sich das Engagement in der Superbike-WM dem Ende zuneigt.

Stephan Schaller, seit 1. Juni 2012 Leiter BMW Motorrad, war schon damals der Ruf vorausgeeilt ein Manager zu sein, der sich nur an Zahlen misst. Für ein Motorsport-Herz ist in einer solchen Brust kein Platz.

Anfang Mai schrieb ich in meiner Kolumne, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis Schaller weiteres Potenzial zum Geldsparen wittert – und das Superbike-Team zusperrt. BMW hat schon in der Vergangenheit mit Ein- und Ausstiegen in die Formel 1 und DTM bewiesen, dass es konzernintern kein langfristiges Bekenntnis zum Motorsport gibt. Echte Renngene und Leidenschaft wie bei Aprilia oder Ducati zuhauf vorhanden, vermissen wir bei vielen Entscheidungsträgern in München.

Nur noch Kundensport

Ressourcen aus dem Sportengagement werden künftig verstärkt für andere Motorsportaktivitäten wie das internationale Kundensport-Programm verwendet.

Dass BMW aus der Superbike-WM aussteigt, zeichnete sich konkret erstmals während des Monza-Wochenendes Anfang Mai 2013 ab. Um die Wogen zu glätten, sagte Christian Landerl, Leiter Entwicklung und Baureihen von BMW Motorrad, damals im Exklusivinterview mit SPEEDWEEK.com: «Dass BMW eine Zusage zum Rennsport abgibt, ist ja alleine schon daran zu sehen, dass wir voriges Jahr nicht einfach den Stecker gezogen haben, sondern uns auf sehr hohem Niveau weiter beteiligen. Sportlichkeit ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Markenidentität und des Produkts.»

Aus München ist zu hören, der Rückzug wäre eine direkte Entscheidung der Geschäftsleitung. Im Fachjargon nennt man so etwas heute eine «strategische Neuausrichtung.»

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