Aprilia: Melandri lehnt Guintoli-Entschuldigung ab
Seit dem Crash bei der Superbike-WM in Portimão vor fünf Tagen herrscht Eiseskälte zwischen den beiden Aprilia-Werksfahrern Marco Melandri und Sylvain Guintoli.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Situation hatte etwas Zwanghaftes: Ausgerechnet, als ein italienischer Kollege und ich uns mit Marco Melandri in der Aprilia-Box unterhalten, kam Sylvain Guintoli zum kleinen Italiener und entschuldigte sich für den Crash in Portugal. "Ich weiß, dass du stinksauer bist Marco, aber das war ein Rennunfall", sagte der Franzose. Melandri zuckte nicht mal mit den Schultern, sagte nichts, demonstrierte Desinteresse.
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Die Harmonie in der Aprilia-Box ist dahin. Die Unachtsamkeit von Guintoli hat beide Aprilia-Werksfahrer den Podestplatz gekostet und zudem die Chance, deutlich Punkte auf WM-Leader Tom Sykes (Kawasaki) gutzumachen. "Das ist Rennsport. Wir haben den Preis dafür bezahlt, mit zwei großartigen Piloten den Sieg einzufahren", kommentierte Aprilia-Rennchef Romano Albesiano den verhängnisvollen Zwischenfall. "Solche Dinge passieren. Natürlich ist das sehr schade, denn wir hätten zwei starke Ergebnisse holen können. Die Meisterschaft wäre dadurch wieder offener gewesen."
Melandri, der den WM-Titel mit bereits 92 Punkten Rückstand längst abgeschrieben hat, will sich nun ganz auf Laguna Seca konzentrieren. "Auf dieser Rennstrecke liegt eine ganz besondere Atmosphäre in der Luft", sagt der werdende Vater. "Laguna ist eine meiner Lieblingsstrecken, hier will ich zeigen, zu was ich in der Lage bin. Ich habe nichts mehr zu verlieren und werde von Anfang an voll attackieren."
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