Ducati: Waren die Fahrer Schuld am Versagen?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
2013 bescherte das neue Motorrad, die 1199 Panigale, Ducati das erfolgloseste Jahr in der Geschichte der Superbike-WM. Nur ein Podestplatz, kein Sieg, die tristen WM-Ränge 12 und 15 für Ayrton Badovini und Carlos Checa.

Mit jedem Fortschritt am Motorrad und weiterhin ausbleibendem Erfolg wurde bei Ducati die interne Kritik an den Fahrern lauter. War das Motorrad letztes Jahr gar nicht so schlecht, wie es laut den Ergebnissen den Anschein hatte?

«Wir haben das Motorrad gegenüber letztem Jahr massiv verbessert und arbeiten jetzt auch innerhalb des Teams besser», erklärte Superbike-Direktor Ernesto Marinelli SPEEDWEEK.com. «Direkt nach dem letzten Rennen in Jerez testeten Chaz Davies und Davide Giugliano das Motorrad. Jenes Motorrad, mit dem wir die WM beendete haben. Beide waren damals beeindruckt vom Feedback des Motorrads und glücklich. Sie hatten ein Monster erwartet – was das Chassis betrifft, hoben sie sogar hervor, dass sie es gegenüber ihren vorherigen Motorrädern bevorzugen.»

Davies fuhr 2013 eine BMW S1000RR, Giugliano eine Aprilia RSV4. Neben der Kawasaki ZX-10R waren das die besten Bikes in der letztjährigen Meisterschaft.

«Ich hoffe, dass 2013 nur deshalb ein so dunkles Jahr war, wegen der 13», erzählte Marinelli weiter. «Doch das ist vorbei. Wir sind damals auf Phillip Island mit großem Vorsprung auf Pole-Position gefahren. Diese Zeit hätte gereicht, um im MotoGP-Rennen auf Startplatz 3 zu fahren. Wenn ein Motorrad das leisten kann... In meiner ganzen Karriere habe ich nie ein Motorrad gesehen, das auf einer Strecke so schnell und auf einer anderen 2 sec hinten sein kann. Das ist unmöglich. Unmöglich ist auch, dass unsere Rundenzeiten einige Mal kaum schneller als Superstock waren. Es gibt keinen Grund, dass ein Superbike langsamer ist als ein Superstock-Motorrad: Es hat bessere Bremsen, bessere Federelemente, mehr Möglichkeiten das Chassis einzustellen und einen schnelleren Motor.»

Der Rennsport-Chef muss bei aller Kritik seine ehemaligen Fahrer Carlos Checa und Ayrton Badovini aber auch in Schutz nehmen. «Das Schlimmste was uns passierte, waren die Verletzungen von beiden gleich zu Saisonbeginn. Danach haben wir gegen Geister gekämpft. Wenn es nicht klappt ist es einfach, dass die Sache aus dem Ruder läuft. Mit Alstare hatten wir ein neues Team, auf beiden Seiten herrschte viel Druck, nichts lief zusammen.»

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