Jonathan Rea (Kawa) kritisiert Max Biaggis Vorteile

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Kawasaki hat bei der Superbike-WM in Misano bislang nichts zu bestellen, für Schlagzeilen sorgt Aprilia-Gott Max Biaggi. WM-Leader Jonathan Rea kann darüber nur müde lächeln.

Kein Kawasaki-Fahrer in den Top-3 – 2015 wahrlich eine Seltenheit. Doch die Zeiten in Misano liegen am Freitag eng beisammen, lediglich Max Biaggi ist eine Viertelsekunde voraus. Sorgen bereitet das WM-Leader Jonathan Rea nicht, wie er SPEEDWEEK.com verriet.

Was meinst du zur Rückkehr von Max Biaggi?

Das ist gut für alle. Aber er hat einen Motor, der ist für dieses eine Rennen aufgebaut. Er ist letzten Monat 2500 Kilometer in Misano gefahren. Wenn alle Fahrer diesen Vorteil hätten, wären wir auch sehr schnell. Sein Vorteil ist riesig, wirklich.

Ein Werk kann einen hervorragenden Job leisten, wenn sie einen Motor nur für ein Rennen präparieren. Sie müssen sich keine Sorgen um das Motorenkontingent machen, weil er mit Wildcard fährt.

Aber ich muss auch Max loben, er ist ein sehr guter Fahrer. Ich habe ihn heute beobachtet, fuhr einige Runden hinter ihm. Er fährt sehr weich und fließend, es ist gut ihn zurück zu sehen.

Auch, wenn er am Sonntag alle heutigen Stars schlägt?

Am Freitag ist nur Training, in den Rennen am Sonntag sieht es anders aus. Wenn er uns in den Rennen alle schlägt, ist das nicht gut für die Meisterschaft und für uns als Fahrer. Eine schnelle Runde mit frischen Reifen zu fahren ist gut, aber über 21 Runden in einer Weltmeisterschaft schnell zu sein, mit 50 Grad auf der Strecke und nicht so viel Rennerfahrung, ist eine andere Geschichte.

Hast du erwartet, dass Biaggi so schnell ist, obwohl er vor zweieinhalb Jahren aufgehört hat?

Klar, er ist ein Weltmeister. Er fuhr zwar keine Rennen mehr, hat aber wahrscheinlich mehr Kilometer auf dem Bike abgespult als ich in einem Jahr. Er testet die ganze Zeit, speziell vor diesem Rennen. Ich sitze 13 Mal im Jahr bei einem Rennen auf dem Motorrad.

Wie beurteilst du den neuen Asphalt in Misano?

Gut, schön eben, es gibt nicht mehr so viele Wellen und der Griplevel ist viel höher als letztes Jahr.

Zwölf Fahrer liegen innerhalb 0,806 sec: Wieso ist die Leistungsdichte in Misano so hoch?

Ich weiß es nicht. Der hohe Griplevel hilft sicher, er kaschiert viele Probleme der Motorräder. Das ist gut. In einigen Rennen sind die Abstände zu groß, hier werfen dich schon 3/10 sec weit zurück.

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