Davide Giugliano (4./2./Ducati): Er träumte vom Sieg

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Bei seinem Heimrennen in Misano wollte Davide Giugliano seinen ersten Sieg in der Superbike-WM einfahren. Immerhin schaffte er das beste Ducati-Finish. Chaz Davies auf den Positionen 3 und 4 im Ziel.

Davide Giugliano hatte am Rennsonntag in Misano vielleicht die schwerste Aufgabe aller Teilnehmer zu bewältigen. Nach seinem Sturz im ersten Training per Highsider klagte der 25-jährige Ducati-Pilot über Schmerzen im rechten Bein und humpelte stark. Überraschend konnte der Italiener in beiden Rennen um vordere Positionen kämpfen. Mit den Plätzen 4 und 2 lieferte der Römer eine starke Leistung ab.

«Wir waren im ersten Rennen dem Podium sehr nahe und haben es im zweiten Lauf dann auch erreicht – trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht, ich wollte hier eigentlich gewinnen», bedauert der Ducati-Pilot. «Leider war da das Training am Freitag und mein Zustand auch nicht gerade geholfen.»

Wäre ohne seine Verletzung der Sieg möglich gewesen? «In beiden Rennen fehlte mir ein wenig Grip, der Hinterreifen rutschte enorm und das machte es mir in den letzten Runden schwer, so zu fahren wie ich wollte», sagte Giugliano. «Insgesamt kann ich zufrieden. Immerhin konnte ich das zweite Rennen für einige Runden anführen und muss auch bedenken, dass ich erst seit Imola dabei bin. Das beweist wie sehr sich das Bike entwickelt hat und das wir gute Arbeit abliefern.»

Teamkollege Chaz Davies steigerte sich in den Rennen wie üblich und mischte von Startplatz 11 schnell in den Top-5 mit. Sein dritter Rang im ersten Rennen war das 800. Superbike-Podium von Ducati. Im zweiten Lauf wurde er Vierter. «Das erste Rennen hat Spaß gemacht. Ich hatte einen prima Start und lieferte mir dann ein beinhartes Duell mit Rea. Wir hatten beide einen guten Speed. Trotz ein paar haariger Momente war es sauberes und faires Racing», berichtet Davies. «Ich bin schon etwas enttäuscht, dass ich im zweiten Rennen das Podium verpasste. Ich hatte Probleme mit dem Grip und fand keinen Weg an Haslam vorbei.»

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