Tom Sykes sauer: «Jonathan Rea war außer Kontrolle»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Tom Sykes wurde Dritter der Superbike-WM 2015

Tom Sykes wurde Dritter der Superbike-WM 2015

Zwei dritte Plätze bei der Superbike-WM in Doha reichten für Kawasaki-Werksfahrer Tom Sykes nicht, um Zweiter in der Weltmeisterschaft zu werden. Wieder kam ihm Teamkollege Jonathan Rea in die Quere.

Mit 16 Punkten Rückstand auf Chaz Davies kam Tom Sykes nach Katar, trotz zweier dritter Plätze sind es nach dem letzten Rennen 17 Punkte: Davies wurde Vierter und Zweiter. Damit ist Davies Vizeweltmeister, Sykes WM-Dritter.

«WM-Rang 3 ist kein Riesendesaster, nur ein Minidesaster», grinste Sykes im Interview mit SPEEDWEEK.com. «Chaz hat in der zweiten Saisonhälfte unglaubliche Leistungen gezeigt, in dieser Form ist er ein würdiger Vizeweltmeister. Ich muss ihm zu großartigen Rennen und hervorragender Konstanz gratulieren. Aber natürlich ärgert es mich. Ich beendete die WM die letzten Jahre als Zweiter, Erster, Zweiter. Wieder Zweiter zu werden wäre besser als Dritter. Aber Bronze ist etwas, wofür andere ihre ganze Karriere arbeiten und es nie erreichen, deshalb bin ich sehr dankbar. Ich hatte eine schwierige Saison, musste viele Kompromisse eingehen. Auf Rang 3 kann ich stolz sein.»

Im ersten Rennen wurde Sykes hinter Jordi Torres (Aprilia) und Jonathan Rea (Kawasaki) Dritter, im zweiten hinter Leon Haslam (Aprilia) und Chaz Davies (Ducati).

In Lauf 1 hätte Sykes eventuell weiter vorne landen können, nach einem gewagten Überholmanöver von Rea konnte der Engländer aber nie mehr kontern. Rea entschuldigte sich umgehend per Handzeichen, in der Auslaufrunde nach dem Rennen entschuldigte er sich erneut. Doch Sykes war so sauer, dass er die Entschuldigung nicht annahm.

«Dieses Jahr tätigte Johnny einige Überholmanöver, die es so unter Teamkollegen nicht geben sollte», kritisierte Sykes. «Ich regte mich auch nicht darüber auf, wie er mich überholt hat, sondern über die Tatsache, dass er in diesem Moment seine Maschine nicht unter Kontrolle hatte. Von meinem Teamkollegen erwarte ich etwas anderes. Aber scheinbar ist das normal bei uns, damit muss ich klarkommen. Das ist nicht mein Arbeitsstil, aber ich akzeptiere es und mache weiter. Schlaflose Nächte habe ich deswegen nicht. Wer behauptet, dass ich nicht hart genug sei, der hat von Rennsport keine Ahnung. Diese Leute sagen das nur, um sich selbst besser zu fühlen.»

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