Marco Melandri schwankt: Fährt er 2016 für MV Agusta?

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
Sehen wir Marco Melandri 2016 als Stammpilot für MV Agusta in der Superbike-WM?

Sehen wir Marco Melandri 2016 als Stammpilot für MV Agusta in der Superbike-WM?

Für zwei Tage mimte Marco Melandri in Jerez für MV Agusta den Edel-Tester. Mittlerweile scheint sich der Italiener auch mehr vorstellen zu können.

Bei MV Agusta hält man sich gegenüber SPEEDWEEK.com noch bedeckt, ob es 2016 bei dem einen Motorrad für Leon Camier bleibt, oder wir eine zweite F4RR in der Startaufstellung der Superbike-WM sehen werden. Als Kandidat für ein zweites Bike kommt nur Marco Melandri in Frage, der am Montag und Dienstag dieser Woche für das italienische Werk aus Varese in Jerez testete.

Melandri wurde von MV-Boss Giovanni Castiglioni zum zweitätigen Test überredet. Sicherlich beschränkte sich die Absicht des Managers nicht nur darauf, eine zweite Meinung über die F4RR im Superbike-Trimm zu bekommen. Vielmehr wollte Castiglioni den 33-Jährigen nach dessen desaströsen MotoGP-Jahr mit Aprilia wieder auf den Geschmack bringen. Offensichtlich mit Erfolg.

«Ich hatte hier mit der MV Agusta viel Spaß, es war wirklich OK für mich», sagte Melandri gegenüber SPEEDWEEK.com. «Mein Ziel für diesen Test war, den Charakter der F4 zu verstehen und ob es mit meinem Fahrstil funktioniert. Es gibt bei ihr für mich etwas sehr gutes, aber auch etwas sehr schwieriges. Das Feeling für die Front ist ziemlich gut und das ist für meinen Fahrstil enorm wichtig. Wir haben auch die Gasannahme verbessern können. Ein Schwachpunkt ist ohne Zweifel die Spitzenleistung, da fehlt es ihr.»

Melandri beklagte sich über ein zu grosses Bike. Die technische Situation insgesamt beurteilt er aber nicht als aussichtslos. «Wir haben ein paar Dinge identifiziert, wo man noch mehr herausholen kann. Das wird aber etwas Zeit brauchen», weiss der Italiener. «Der Weg an die Spitze ist noch sehr lang, aber das Team arbeitet ganz hervorragend. Die neuen Leute müssen das Motorrad noch besser kennen lernen und vielleicht auch auch noch meinen Fahrstil. Wir werden sehen, was für für nächste Saison tun können.»

Nächste Saison? Bisher betonte der 19-fache Superbike-Sieger, der Jerez-Test wäre eine einmalige Angelegenheit. «Ich werde mit MV nächste Woche sprechen. Ohne Zweifel gehört dieser Test zu den Tagen in diesem Jahr, bei dem es mir auf dem Motorrad Spaß gemacht hat», wirkt Melandri unschlüssig. «Ich suche nach einem Umfeld, das mir vertraut und das mit mir zusammenarbeiten möchte. Wenn ich davon überzeugt bin, bin ich bereit mich einzubringen – auch wenn ich nicht um Siege fahren kann.»

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