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Dominic Schmitter: Vor Spaß die Boxencrew ignoriert

Von Ivo Schützbach
Dominic Schmitter in Imola

Dominic Schmitter in Imola

Zum ersten Mal erlebte Dominic Schmitter einen Trainingstag ohne Probleme an seiner Grillini-Kawasaki. Die Qualifyings der Superbike-WM in Imola beendete der Schweizer auf Rang 20.

4,048 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Vizeweltmeister Chaz Davies (Ducati) und Rang 20. Aber 3 sec schneller als Teamkollege Joshua Hook. Dominic Schmitter hatte in Imola im Rahmen der Möglichkeiten seines Teams Grillini Kawasaki einen guten ersten Tag.

«Das war ein megageiler Tag, ich konnte das erste Mal ohne Probleme fahren, es hat so Spaß gemacht das Teil in die Kurven zu prügeln und zu fahren», schwärmte der Rheintaler SPEEDWEEK.com vor. «Ich habe sogar die Boxencrew ein bisschen ignoriert, als ich an die Box kommen sollte, weil es so Bock gemacht hat. Ich habe einen Longrun abgespult und konnte meine Zeit locker fahren. Mit abgefahrenen Reifen konnte ich mich sogar verbessern. Damit ich ein bisschen pushen kann, wechselten wir auf einen neuen weichen Reifen. Aber in der Runde habe ich ein paar Fehler gemacht.»

Schmitter wurde einmal von Davies überholte und konnte dem Waliser eine Weile lang folgen. Konntest du dir von ihm etwas abschauen? «Er bremst später und richtet das Bike früher auf und gibt früher Gas», beschrieb der 21-Jährige. «Was ich auch gesehen habe: seine Ducati bewegt sich kein Stück. Mein Motorrad rutscht, es ist zu weich und arbeitet viel zu viel. Das ist der nächste Schritt, den wir machen müssen. Das Fahrwerk ist jetzt sehr stabil beim Anbremsen und Rausbeschleunigen, es wippt aber zu viel und ich habe zu viele Wheelies.»

«In Imola sind die Rückstände immer groß», weiß Schmitter angesichts bald zwei Fahrminuten pro Runde. «Ich bin relativ zufrieden. Klar, 4 sec sind viel und hören sich auch nach viel an. Aber Imola ist lang und speziell, die Besten können 1:47 min nicht 20 Runden lang fahren. Ich kann meinen Speed über die Renndistanz fahren. Ich habe nicht gepusht, einen Longrun abgespult und nicht zu viel riskiert.»

In Australien bist du als 16. knapp an deinen ersten WM-Punkten vorbeigeschrammt. Wie realistisch ist es, dass es in Imola klappt? «Ich war heute nicht mal 2/10 sec langsamer als Karel Abraham», meinte der Kawasaki-Youngster. «Er war schon in den Punkten. Deshalb denke ich, dass es hier am wahrscheinlichsten ist. In Imola macht man schnell Fehler, ein Fehler ist ein Grund zum Sturz, weil es kaum Auslaufzonen gibt. Ich mache selten Fehler, mit dem Verbremsen habe ich es im Griff. Ich denke, das wird ein megageiles Wochenende.»

Obwohl die Wettervorhersage nach schönem Wetter am Samstag für das zweite Rennen am Sonntag Regen bringt? «Ich will, dass es am Sonntag regnet. Dann bin ich schon ein Rennen gefahren und habe Regentraining. Regentraining ist das A und O. Das ist ein Lehrjahr, alle meine Sponsoren wissen das. Ich muss im Regen viel mehr fahren, wenn es regnet, ist das super und kommt mir entgegen.»

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