Dominic Schmitter in Notaufnahme: Was der Arzt sagte

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Dominic Schmitter (9) wurde in Imola tapferer 15.

Dominic Schmitter (9) wurde in Imola tapferer 15.

In der Einführungsrunde des ersten Superbike-WM-Laufs in Imola ist Dominic Schmitter unverschuldet gestürzt und wurde überrollt. Am Tag darauf eroberte er seinen ersten WM-Punkt. Die Folgen des Sturzes sind schmerzhaft.

Vergangenen Samstag hatte Dominic Schmitter in Imola alles Glück der Welt: In der Einführungsrunde zu Rennen 1 stürzte der Schweizer, in der TV-Slowmotion ist zu erkennen, dass das Vorderrad an seiner Kawasaki meterlang blockierte. Der hinter ihm fahrende Ungar Peter Sebestyen (Toth Yamaha) konnte nicht ausweichen und fuhr ihm mit 90 km/h in den unteren Rücken. Ein halber Meter weiter rechts und er hätte Schmitter am Hals oder Kopf erwischt – die Folgen wären unaussprechlich gewesen.

Im zweiten Lauf am Sonntag eroberte er trotz starker Schmerzen im Rücken als erster Schweizer seit 17 Jahren einen Punkt in der Superbike-WM.

Nach dem Rennen konnte er kaum laufen, jede Bewegung tat weh. «Ich musste mich von Imola heimfahren lassen, die Schmerzen wurden übel fest», erzählte der 21-Jährige. «Sonntagnacht um 23 Uhr war ich daheim, am Montagmorgen bin ich in St. Gallen in einer Privatklinik in die Notaufnahme. Es hat wirklich sehr wehgetan. Der Arzt erstellte die Diagnose, dass ich Prellungen habe und dadurch schwere Muskelkrämpfe. Ich nehme momentan drei verschiedene Schmerztabletten und Magnesium. Dass ich nichts gebrochen habe, merkte ich selbst, der Arzt bestätigte es.»

Schmitter hat seit einem Unfall in der Schule in der vierten Klasse seit Jahren Probleme mit dem Rücken, Physiotherapie ist nichts Neues für den Rheintaler. «So viel habe ich noch nie gemacht, jetzt mache ich jeden Tag konsequent zwei Stunden Physio», hielt er fest. «Ich gehe auch zum Baden in die Therme, alles was dem Rücken gut tut, ihn entspannt und entlastet.»

Der Schweizer hat eine Woche Zeit, um für das nächste Rennen in Malaysia einigermaßen fit zu werden. «Im Moment würde ich sagen, dass ich dort fahren kann», verriet er SPEEDWEEK.com. «Ich bin aber auch mit Medikamenten vollgepumpt. Aber ich fühle mich gut. Jetzt sind drei Tage vorüber und es ist schon viel besser. Nur die Nerven im Rücken tun noch richtig weh.»

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