Riesendrama: Elektronik kostet Markus Reiterberger P4

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Markus Reiterberger war sehr schnell unterwegs

Markus Reiterberger war sehr schnell unterwegs

Bis zu seinem Ausfall war Markus Reiterberger bei der Superbike-WM in Sepang auf dem Weg zu seinem besten Karriereergebnis. Dann ging die BMW S1000RR schlagartig aus, ein Elektronikproblem wird vermutet.

In Thailand ist Markus Reiterberger mit seiner Althea-BMW auf den tadellosen fünften Platz gebraust, in Malaysia wäre der Bayer von Startplatz 6 aus noch einen Platz weiter vorne gelandet. Doch vier Runden vor Schluss rollte Reiti auf Platz 4 liegend plötzlich aus.

«Mein Start war okay, die ersten Kurven war ich etwas eingezwickt, ich wählte die mittlere Linie», schilderte Reiti die Anfangsphase. «Die ersten Kurven sind eine rechts und eine links, da ist es Poker, ob man sich für die Innen- oder Außenlinie entscheidet. Deswegen fuhr ich mittig, das war aber nicht so gut und ich fiel bis auf Platz 9 zurück. Die ersten paar Runden war ich zu langsam, ich wollte aber nicht schneller fahren, weil ich am Kurvenausgang das Bike aufstellen und den Reifen schonen wollte. Wie fast alle anderen habe ich den SC1 gewählt und hatte Angst, dass er kaputt geht.»

Der BMW-Pilot gegenüber SPEEDWEEK.com weiter: «Das hat sich bezahlt gemacht. Ab der fünften Runde dachte ich mir, dass ich angreife und gescheit Gas gebe. So kam ich weit nach vorne und konnte viele Stars überholen. Das war ein super geiles Rennen, es hat richtig Spaß gemacht. Wir hatten das Motorrad im Griff, es war wirklich gut. Leider kam dann der Ausfall. Ich habe auf die Gegengerade rausbeschleunigt, in den dritten und vierten Gang geschaltet, dann war das Motorrad schlagartig aus. Der Motor ist ganz, dem fehlt nichts. Ich denke, dass es ein elektronisches Problem ist. Ich blieb dann stehen, habe die Zündung aus- und wieder angemacht, ich hoffte schon, dass ich noch ein paar Punkte retten kann. Dann ging das Bike aber wieder aus. Es machte keinen Sinn mehr und ich fuhr an die Box.»

Während Teamkollege Jordi Torres Reitis vierten Platz erbte und damit das beste BMW-Ergebnis des Jahres egalisierte, ging der junge Bayer zum dritten Mal leer aus.

«Meine Jungs haben das Motorrad jetzt zerlegt und schauen nach, was los ist», erzählte er. «Im Endeffekt bin ich aber mehr positiv als negativ gestimmt, weil ich ein super Gefühl hatte. Wir haben am Kurvenausgang elektronisch etwas gefunden und einen Haufen gelernt. Ich hoffe, dass ich am Sonntag bei schönem Wetter ein gutes Rennen zeigen kann.»

Mit weiterhin 47 Punkten ist Markus Reiterberger nach 11 von 26 WM-Läufen WM-13.

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