Sykes wartet mit Vertrag: «Verrückte Rea-Kommentare»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Tom Sykes lässt sich Zeit

Tom Sykes lässt sich Zeit

Das Kawasaki-Werksteam macht in der Superbike-WM bis Ende 2018 mit Jonathan Rea weiter, auch Tom Sykes soll bleiben. SPEEDWEEK.com erklärte der Engländer, warum er noch nicht unterschrieben hat.

Bereits am 12. Mai 2016 haben Jonathan Rea und Kawasaki Heavy Industries ihren Vertrag um weitere zwei Jahre bis Ende der Saison 2018 verlängert. Tom Sykes lässt sich hingegen Zeit.

«Wir werden uns die kommenden Wochen einigen», ist Kawasakis Marketing-Manager Biel Roda überzeugt. «Tom möchte einige Details in seinem Vertrag geändert haben, das muss Kawasaki Japan machen. Alles was über Japan läuft, dauert naturgemäß länger.»

Seit 2011 hat Tom Sykes für Kawasaki 28 Laufsiege und 72 Podestplätze erobert. Seit 2012 schloss er die Weltmeisterschaft immer in den Top-3 ab, 2013 wurde der Engländer Champion. Mit 34 Pole-Positions ist er hinter Troy Corser der zweitbeste Qualifyer, außerdem hat er 29 schnellste Rennrunden auf seinem Konto. Mit seinem Sieg 2013 sorgte Sykes für Kawasakis ersten Superbike-WM-Titel seit Scott Russell 1993.

Keine Frage, der 30-Jährige wird bei Kawasaki verlängern. Doch warum lässt er sich so lange Zeit?

«Ich rede mit dem Teammanagement», bestätigte Sykes gegenüber SPEEDWEEK.com im Fahrerlager von Donington Park. «Der nächste Schritt ist, mit Kawasaki Japan über Details zu sprechen. Wir haben zusammen viel erreicht, ich empfinde viel Respekt für Kawasaki – unsere Beziehung ist großartig und sehr befriedigend. Wir müssen uns weiter unterhalten, ich bin aber sehr stolz, Teil dieser Marke zu sein.»

Der aktuelle WM-Dritte weiter: «Vor sechs Jahren traute niemand Kawasaki zu, dass sie um den Titel kämpfen können. Mit dem Team um mich herum konnte ich das sehr schnell ändern, zwei Jahre später sagte jeder, dass die Kawasaki das beste und konstanteste Paket in der Startaufstellung ist. So ist es auch, dafür haben wir hart gearbeitet. Wir reden aber immer noch von dem Motorrad, dem keiner etwas zugetraut hat. Ich bin Kawasaki gegenüber sehr loyal. Hoffentlich finden wir eine Lösung und können gemeinsam weitermachen.»

Welche vertraglichen Details Sykes geändert haben möchte, lassen sich weder er noch die Kawasaki-Manager entlocken.

Sykes kommt mit 70 Punkten Rückstand auf seinen Teamkollegen Jonathan Rea nach Donington Park. Auf der Rennstrecke nördlich von Birmingham gewann er seit seinem WM-Jahr 2013 alle Rennen.

«Sicher, wir haben einige Einschränkungen mit dem Motorrad», meinte der Bartträger. «Ich glaube aber, dass wir mit etwas Zeit einige dieser Probleme umfahren können. Es ist eine Schande, dass mein Teamkollege jede Menge verrückte Kommentare abgibt, wodurch sich mehr Fragen an mich ergeben, als notwendig sind.»

Noch einmal die Frage: Wieso hat er so früh seinen Vertrag verlängert und warum wartest du? «Vielleicht ist er mit dem Motorrad so unglücklich, dass er sich beeilen musste», grinste Sykes. «Kawasaki und ich sind gemeinsam gewachsen, deshalb müssen wir den neuen Vertrag noch etwas entwickeln.»

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