Markus Reiterberger (BMW): Was zuletzt schief lief

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Markus Reiterberger

Markus Reiterberger

Nach den Rängen 11 und 16 in Donington Park war Markus Reiterberger (Althea BMW) am Boden zerstört. Für die Superbike-WM in Misano stehen die Vorzeichen besser, dort fuhr er mit der S1000RR bereits 2015.

Donington Park war der Tiefpunkt in der Rookie-Saison von Markus Reiterberger: Nach den Rängen 11 und 16 war dem Obinger die Frustration ins Gesicht geschrieben.

Drei Wochen später strahlt er in Misano mit der Sonne um die Wette, als er sich in der Althea-Hospitality mit SPEEDWEEK.com trifft. «Die ersten zwei Tage nach Donington habe ich vom Rennsport Abstand genommen und mit meinen Kumpels etwas unternommen», erzählte der 22-Jährige. «Mitte der Woche danach habe ich wieder mit dem Training begonnen, hauptsächlich Speedway fahren, aber auch Motocross.»

Wisst ihr heute, weshalb es in Donington so schlecht lief?

Wir haben am Freitag durchschnittlich begonnen, im ersten Training waren wir nicht so weit weg. Dann haben wir nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Mit kleineren und größeren Änderungen wurden wir langsamer – was nicht üblich ist. Die schnellste Zeit fuhr ich am Freitag, das habe ich das ganze Wochenende nicht mehr geschafft. Wir haben uns verfranzt.

Einige Teams wünschen sich, dass die Qualifyings am Freitag um 15 Minuten verkürzt und weiter auseinander geschoben werden. Würde dir das helfen?

Mich stört das schon, dass die Sessions so eng beieinander sind, wir haben ganz wenig Zeit. Wir mit neuem Team und neuem Fabrikat auf unbekannter Strecke – das ist schwierig. Das wird auch jetzt in Misano schwer, weil viele der anderen hier beim Testen waren, wir nicht.

Besonders der Samstag ist extrem. Um 8.45 Uhr ist das Training, um 8 Uhr gehen die Vorbereitungen für uns los. Um 14 Uhr ist das Rennen vorbei, bis dahin ist voll Stress und Panik, den ganzen Tag. Danach haben wir bis in die Nacht nichts mehr zu tun. Der Zeitplan gehört gestreckt.

Nützen dir die Daten von deinem Wildcard-Einsatz in Misano letztes Jahr etwas?

Ich denke schon, wir können die Daten nutzen. Das letztes Jahr war unser erster Wildcard-Einsatz, im ersten Training waren wir extrem schnell. Dann sind wir für den Rest des Wochenendes gleich geblieben. Wir wussten damals nicht wirklich, was wir machen müssen und haben viel probiert.

Wir kannten das Fahrwerk nicht und lagen etwas daneben. Die Elektronik heute ist fast gleich wie letztes Jahr, das können wir übernehmen. Es hilft uns schon, dass wir schon mal hier waren. Wir fangen nicht wieder bei null an.

Wisst ihr auch, ab welchem Punkt es letztes Jahr falsch lief?

Ja. Wir haben uns damals von Rico Penzkofer die Gabel ausgeliehen, von alpha Racing bekamen wir die Stoßdämpfer, das Wildcard-Motorrad war ein normales Straßen-Motorrad, das wir bei Werner Daemen aufgebaut haben. Wir betrieben das alles auf ganz niedrigem Niveau, eine Woche davor habe ich selber mit meinem Mechaniker zusammen den Tank geschweißt.

Wir kamen nach Misano und waren schon gut vorbereitet. Wir hatten aber nicht die Erfahrung, wie wir schneller werden. Was wir an der Gabel machen müssen, das Motorrad war ganz anders als das in der IDM. Unser Setting war zu weich. Als alle schneller wurden, konnte ich nicht mehr schneller, weil die Gabel am Limit war.

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