Markus Reiterbergers Rückenmark war nicht in Gefahr

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
In elf Wochen will Markus Reiterberger wieder Rennen fahren

In elf Wochen will Markus Reiterberger wieder Rennen fahren

Obwohl die Ärzte in Bad Aibling noch einen zweiten Wirbelbruch feststellten, ändert sich nichts an Markus Reiterbergers Plan, Mitte September bei der Superbike-WM auf dem Lausitzring wieder dabei zu sein.

Am 19. Juni hatte Markus Reiterberger im zweiten Rennen der Superbike-WM in Misano einen schweren Sturz, am 22. Juni wurde er mit einem Krankenwagen der Malteser von Riccione/Italien nach Bad Aibling transportiert.

«In Bad Aibling haben sie alles durchgecheckt und bei der Kernspin festgestellt, dass neben dem 12. auch der 10. Brustwirbel betroffen ist», erzählte der BMW-Youngster. «Der T10 ist nicht so schlimm betroffen wie der 12er. Auf meine Regeneration hat das keine Auswirkung, der 12er ist das Hauptthema. Angeblich dauert es bis zu drei Monate, bis der Bruch komplett verheilt ist. Ob einer, zwei oder drei Wirbel betroffen sind, ist nicht ausschlaggebend. Wichtig ist, dass die Wirbel nicht ausgebrochen sind oder die Kanten kaputt sind. Beide sind stabil, es besteht keine Gefahr und man muss nicht operieren. Am T12 habe ich einen Kompressionsbruch, da ist quasi die Decke des Wirbels eingebrochen. Das Rückenmark war nie in Gefahr, weil die Kanten des Wirbels nicht betroffen sind.»

Reiti muss im Zwei-Wochen-Rhythmus zur Untersuchung, dort werden Röntgenbilder und Scans gemacht und der Heilungsprozess beobachtet. Normalerwiese reden die Ärzte von drei Monaten, bis die Knochen endgültig verheilt sind.

«Wir unternehmen alles, um den Heilungsprozess zu beschleunigen», erzählte der Bayer SPEEDWEEK.com. «Ich bekomme Medikamente für die Schmerzreduktion und den Heilungsprozess und wir machen eine Magnetfeldtherapie. Täglich habe ich Physiotherapie und mein Sportarzt in Obing beobachtet mich permanent. Vier bis sechs Wochen muss ich ein Korsett tragen, mit ihm kann ich sitzen und gehen und alles machen. Die erste Zeit bin ich nur gelegen, weil ich mich schonen wollte, aber jetzt geht es mir schon ein bisschen besser. Ich versuche viel in Bewegung zu bleiben, damit mein Körper nicht einschläft. Wenn das Korsett weg ist, können wir mit leichten Übungen anfangen und die Rückenmuskulatur wieder aufbauen. Das ist besonders wichtig, damit im Rücken nichts mehr passiert. Insgesamt sollte es dadurch deutlich schneller gehen. Mein großes Ziel sind die Rennen in der Lausitz.»

Die deutschen WM-Läufe finden am 17./18. September statt. Die Rennen in Laguna Seca am 9./10 Juli wird Reiti verpassen, in Kalifornien wird der Italiener Raffele De Rosa seine Althea-BMW pilotieren.

Reiti: «Die Wirbel tun mir gar nicht so weh, das Hauptthema sind die Lendenwirbelsäule, das Steißbein und der Hintern, das ist alles komplett blau, gestaucht und geprellt, das tut am meisten weh, das ist brutal. Aber ich war jetzt schon dreimal bei der Physio und es ist schon besser.»

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