Renovierung nötig? WM-Fahrer bemängeln Lausitzring

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Der Asphalt auf dem Lausitzring ist verbesserungswürdig

Der Asphalt auf dem Lausitzring ist verbesserungswürdig

Aruba.it Ducati, Barni Ducati, Althea BMW und das MV Agusta-Werksteam testeten zwei Tage lang auf dem Lausitzring. Die deutsche Rennstrecke ist die einzige neue im Kalender der Superbike-WM 2016.

Von 2001 bis 2007 gastierte die Superbike-WM siebenmal in der Lausitz, von den damaligen Superbike-WM-Piloten ist keiner mehr dabei. Nicht alle der heutigen WM-Piloten kennen die Strecke, die Teams begannen bei null.

Vizeweltmeister Chaz Davies fuhr mit seiner Ducati 1199 Panigale 1:37,0 min und war damit deutlich schneller als alle bisherigen Rekorde.

Zum Vergleich:

Die Qualifying-Bestzeit aus 2006: Troy Bayliss (Ducati) in 1:37,623 min

Schnellste Rennrunde aus 2007: Noriyuki Haga (Yamaha) in 1:38,622 min

Doch damals wurde mit anderen Reifen gefahren, die Motorräder unterlagen anderen technischen Vorschriften – der Zeitenvergleich ist sinnlos.

«Alles in allem ein positiver Test», lobte Ducati-Werksfahrer Davies. «Die letzten Rennen war ich enttäuscht, dass ich nicht das gewohnte Gefühl für mein Motorrad hatte. Nach einigen kleinen Änderungen habe ich dieses nun zurück. Priorität hatte, die Rennstrecke zu lernen. Sie macht mehr Spaß als ich dachte, muss aber renoviert werden. Speziell die Wellen machen es nicht einfach, sie zu lernen.»

Davies fuhr in 1:37,0 um 0,8 sec schneller als sein Ducati-Teamkollege Davide Giugliano. «Ich war letztmals 2007 in der Lausitz und konnte mich kaum noch erinnern», hielt der Römer fest. «Die Strecke ist schön, hat aber eindeutig zu viele Wellen. Wir haben einiges mit der Abstimmung probiert und Lösungen gefunden, die es uns erlauben sollten, in den letzten vier Rennen einen Schritt nach vorne zu machen.»

Das Team Althea BMW veröffentlichte keine Zeiten. Bekannt ist: Der momentan verletzte Markus Reiterberger fuhr mit der S1000RR im IDM-Qualifying 2015 bereits 1:37,5 min. «Wir haben uns mit der Basisabstimmung ebenso befasst wie mit speziellen Elektroniklösungen», verriet Jordi Torres. «Klar, vor den Rennen im September haben wir keine Ahnung, wie wir uns gegen die anderen schlagen werden. Aber ich bin zufrieden mit dem Erreichten, wir konnten viele Daten sammeln.»

Die Sommerpause geht noch bis Mitte September. Vom 16. bis 18. September gastiert die Superbike-WM auf dem Lausitzring. Mitte August gibt es einen weiteren Zwei-Tages-Test, bei dem Teams wie Honda und Yamaha dabei sein werden.

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