Seitenwagen-WM

Unangenehme Post für Seitenwagen-Ass Lukas Wyssen

Von - 15.08.2018 12:06

Vor wenigen Wochen flatterte ein Schreiben Motorradweltverband FIM mit brisantem Inhalt bei Lukas Wyssen ins Haus. Dem Eidgenossen wurde mitgeteilt, dass er auf dem Sachsenring disqualifiziert wurde.

Am 23. und 24. Juni wurden auf dem Sachsenring der vierte und fünfte Lauf zur Seitenwagen-Weltmeisterschaft ausgetragen. Nach den Rennen wurden bei der technischen Nachabnahme von einigen Teams Spritproben entnommen und einer Analyse zugeführt. Dabei stellte sich heraus, dass nicht alle dem Reglement entsprachen.

«Ja, es ist richtig, wir wurden aus der Wertung genommen, weil der Sauerstoffgehalt bei meiner Probe zu hoch war», bestätigte Lukas Wyssen im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «In meinen Augen ist das Reglement bezüglich des zu verwendenden Treibstoffs nicht exakt definiert. Wir waren der Meinung, dass man handelsüblichen bleifreien Benzin mit E85 mischen darf, dem scheint aber nicht so zu sein.»

«Es liegt mir fern, zu betrügen. Ich bin ja kein Chemiker, kenne die genaue Zusammensetzung der verschiedenen Treibstoffe nicht und auch nicht, dass der Sauerstoffgehalt bei E85 höher ist. Uns waren lediglich die motorschonenden Eigenschaften von E85 bekannt, was für ein kleines Privatteam kein unwesentlicher Faktor ist», fuhr der junge Eidgenosse fort.

«Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, akzeptiere aber als Sportsmann die Disqualifikation. Ich habe die Frist für einen Einspruch auch verstreichen lassen. Es hätte ja auch keinen Sinn, dagegen zu protestieren. Die Tatsache, dass wir die zwei Treibstoffe gemischt haben, ist ja unbestritten. Ich spare mir lieber das Geld und investiere es in neue Reifen.»

Große Auswirkungen hat die Disqualifikation für das «Gustoil Sidecar Racing Team #41» nicht. Im ersten Rennen auf dem Sachsenring sahen sie nach technischen Problemen das Ziel an der achten Stelle, das zweite Rennen mussten sie vorzeitig beenden. Wyssen und sein Beifahrer Thomas Hofer verlieren damit lediglich acht WM-Zähler.

«Wir werden uns bei den verbleibenden Rennen in Assen, Rijeka und Oschersleben die Punkte einfach wieder zurückholen. Unser Ziel ist es nach wie vor am Saisonende ein Platz in den Top-5, das ist zwar schwierig, liegt aber durchaus noch im Bereich des Möglichen.»

Unbestätigten Gerüchten zufolge, sollen auch der fünffache finnische Weltmeister Pekka Päivärinta mit seinem Beifahrer Jussi Veräväinen sowie das Schweizer Seitenwagen-Paar Jakob Rutz/Marcel Fries bei den beiden Läufen auf dem Sachsenring aus demselben Grund aus der Wertung genommen worden sein. Die FIM wollte vorerst keine Stellungnahme dazu abgeben.

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© SPEEDWEEK.COM

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