Supermoto der Nationen: Das deutsche Team steht

Von Markus Niegtsch
Supermoto der Nationen
Neben dem zweifachen Weltmeister Bernd Hiemer werden beim diesjährigen Supermoto der Nationen im bulgarischen Pleven Jan Deitenbach und Kevin Würterle die deutschen Farben tragen.

Es war spannend bis zum Anmeldeschluss, wer denn nun in Pleven für das Team Germany antreten wird. Teamchef Thomas Deitenbach hat sich für einen Mix aus Routine und jugendlichem Wagemut entschieden. Mit dem Leutkircher Bernd Hiemer tritt ein Fahrer an, der bereits zwei Weltmeisterschaften gewinnen konnte und jahrelang in der Weltspitze zu Hause war, bis er sich beim SMoN 2010 in Cahors das Becken brach und danach in den Straßensport wechselte, bevor er 2013 wieder zurück zum Supermoto kam.

«Ich freue mich absolut, dass ich für das Nations in Pleven nominiert wurde. Nachdem ich zu Beginn der Saison noch nicht so richtig in Tritt gekommen bin, habe ich in den letzten Rennen sehr gute Leistungen abliefern können und mich damit empfohlen», meint der KTM-Bauerschmidt-Pilot. «Es freut mich auch, dass ich nach meiner Rückkehr zum Supermoto die Gelegenheit habe, mich mit der Weltelite zu messen. Um zu wissen wo wir stehen, und was wir noch machen müssen. Ich hoffe, dass das Nations dieses Mal für mich und uns besser ausgeht als beim letzten Mal in Cahors, wo ich anschließend im Krankenhaus lag.»

Neben Hiemer wird Jan Deitenbach aus Iserlohn antreten. Damit ist ein weiterer Routinier in den Reihen des deutschen Teams. Deitenbach gewann 2009 zusammen mit Julian Becher und Nico Joannidis bereits den Nations-Titel – ebenfalls in der Asphaltarena von Pleven. Seitdem ist Pleven die Lieblingsstrecke des Johannes-Bike-Piloten und er freut sich jedes Jahr, wenn es in der Europameisterschaft nach Bulgarien geht. Da das Motodrom «Dolna Mitropolia» statt des Offroad-Teils eine voll asphaltierte Sky-Section mit haushohen Tables und wahnwitzigem Speed und somit eine ganz spezielle Charakteristik hat, mit der ein Fahrer entweder zurechtkommt oder nicht, war die Nominierung von Deitenbach, der sich in Bulgarien pudelwohl fühlt, logisch.

«Kevin Würterle hat sich den Platz verdient»

Der Dritte im Bunde der Deutschen ist Bauerschmidt-KTM-Pilot Kevin Würterle aus Memmingen. «Kevin hat in diesem Jahr in der S1 eine wirklich beachtliche Leistung gezeigt und sich sehr gut entwickelt. Sowohl von den Laufplatzierungen als auch von den Zeiten die er gefahren ist, ist seine Nominierung absolut in Ordnung», stellt sich Teamchef Thomas Deitenbach voll hinter den Youngster. Sicherlich hat Würterle von Absagen diverser Routiniers profitiert, aber er hat hart trainiert, seine Leistung gebracht und sich damit empfohlen.

Für Würterle wird ein Traum wahr: «Ich freue mich wahnsinnig und bin total stolz, für Deutschland an den Start gehen zu dürfen. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl! Ich habe die letzten Wochen sehr viel trainiert und mich weiter verbessert. Nachdem mich Tommy darüber informiert hat, bin ich gleich nochmals trainieren gegangen. Ich will das in mich gesetzte Vertrauen mit einer bestmöglichen Leistung rechtfertigen.»

Würterle ist ein Asphaltspezialist. Sein erster Sieg in der DM war in Freiburg, als der Offroad-Teil unbefahrbar war und das Rennen nur auf dem Asphalt ausgetragen wurde. Ein weiterer Pluspunkt für Würterle ist seine Motivation, die ihn nochmals ein paar Zehntelsekunden schneller durch die Anlieger des bulgarischen Motodroms fliegen lassen wird.

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