U19-Team-EM: Abbruch in Norden – Schweden im Final

Von Rudi Hagen
Speedway
Die Fahrer hatten in Norden mit der Bahn zu kämpfen

Die Fahrer hatten in Norden mit der Bahn zu kämpfen

Chaosrennen in Norden: Das Semifinale zur U19-Team-EM musste nach zehn Läufen abgebrochen werden.

Grund: Die Bahn war an zahlreichen Stellen aufgebrochen, eine ganze Reihe von Fahrern kam zu Sturz.

Team Schweden lag bis dahin mit 22 Punkten klar in Führung und fährt zum Finale, welches am 7. August in Divisov in Tschechien stattfinden soll. Laut Ausschreibung soll der beste Punktzweite aus Norden und dem zweiten Semifinale in Chervonograd (Ukraine) am 31. Juli ebenfalls für das Finale qualifiziert sein. Wie hier verfahren wird, bleibt vorerst unklar.

Die Verantwortlichen beim MC Norden waren am Sonntag untröstlich. «Wir haben in den Tagen vorher extra einen neuen Bahnbelag aufgebracht», erklärte Meik Lüders. «Aber in der Nacht zum Sonntag hat es extrem stark geregnet. Wir mussten das Wasser abpumpen, damit gefahren werden konnte, aber scheinbar hat der Belag keine richtige Bindung zum Untergrund gefunden.»

Schon beim morgendlichen Training wurden die Probleme deutlich. Alle Schülerwettbewerbe wurden daraufhin gestrichen.

Sportlich zeigten die Schweden und Dänen gleich, wo es langgeht. Zuerst holte sich [*Person Michael Jepsen Jensen*] (DK) den Laufsieg vor dem Schweden [*Person Dennis Andersson*], dann gewann [*Person Pontus Aspgren*] (S) vor dem Dänen Jonas B. Andersen. Den dritten Heat holte sich überraschend der Kroate [*Person Dino Kovacic*] vor [*Person Thomas Jörgensen*] (DK) und [*Person Anders Mellgren*] (S). Heat 4 und 7 gewann der Schwede [*Person Anton Rosen*], Heat 5 Jensen, Heat 6 Andersson.

Die Deutschen konnten nicht mithalten. [*Person René Deddens*] zeigte sich auf seiner Heimbahn noch am besten motiviert. In Lauf 8 kassierte der Nordener gar drei Punkte. Warum? Kein Gegner. Die anderen waren entweder gestürzt oder traten aus Protest nicht an.

[*Person Kai Huckenbeck*] hatte einen Lauf vorher einen bösen Sturz letztlich glimpflich überstanden. Der Slowene [*Person Aljosa Remih*] war in der Zielkurve zu Fall gekommen, Huckenbeck musste der schleudernden Maschine ausweichen und crashte im hohen Bogen in die Airfences. «Die war ziemlich weich», analysierte der Werlter nach dem Rennen. «Ohne die Airfences wäre es schlimm für mich ausgegangen.»

Danach wollten die Teams bis auf das deutsche nicht mehr antreten. «Der Bahnbelag ist nicht gut genug», sagte Dänemarks Teammanager Jan Staechmann zum späteren Abbruch. «Es ist schade für den Club, der sich viel Arbeit gemacht hat, aber ich bin nur froh, dass sich keiner meiner Fahrer verletzt hat.»

Vor den abschliessenden Läufen 9 und 10 gab es eine lange Unterbrechung. Die Deutschen wollten fahren, die anderen nicht. Am Ende traten die Teammanager geschlossen auf. «Die Gesundheit der Fahrer geht vor, daher ist nach der Hälfte der Rennen Schluss», erklärte Josef Huckelmann vom Team Deutschland die Situation. «Der MC Norden hat keine Fehler gemacht, im Lauf des Rennens haben sich Probleme ergeben.»

Ergebnisse:

1. Schweden, 22 Punkte: Anton Rosen 8, Dennis Andersson 5, Pontus Aspgren 5, Anders Mellgren.

2. Dänemark, 14 Punkte: Michael Jepsen Jensen 6, Jonas B. Andersen 4, Thomas Jörgensen 2, Lasse Bjerre 2.

3. Deutschland, 11 Punkte: René Deddens 5, Marcel Helfer 2, Michel Hofmann 2, Kai Huckenbeck 1, Danny Maassen 1.

4. Kroatien/Slowenien, 9 Punkte: Dino Kovacic 7, Renato Cvetko 2, Nejc Malesic 0, Aljosa Remih 0, Ladislav Vida 0.

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