Nicolò Bulega (Ducati) überstimmte seinen Crew-Chief, dann Bestzeit
Nach dem Phillip-Island-Test scheint Nicolò Bulega beim Saisonauftakt der Superbike-WM 2026 keine Konkurrenz fürchten zu müssen. Der Ducati-Pilot ist die Ruhe selbst und strotzt vor Selbstvertrauen.
Das war eine Ansage: In der vierten Session am Dienstagnachmittag brannte Nicolò Bulega in 1:28,630 min die überragende Bestzeit beim zweitägigen Phillip-Island-Test in den Asphalt. Kein anderer Pilot fuhr unter 1:29 min, der zweitplatzierte Sam Lowes (Ducati) büßte unglaubliche 0,666 sec auf den Werkspiloten ein.
«Ich denke es lief ziemlich gut», erzählte Bulega SPEEDWEEK.com geradezu bescheiden. «Wir haben im Laufe des Tages etwas ausprobiert, was aber nicht wie gewünscht funktionierte. Dadurch haben wir Zeit verloren, und irgendwann sagte ich zu meinem Crew-Chief, dass wir aufhören, Dinge auszuprobieren. Also sind wir zurück zu den Einstellungen, die mir besser liegen, und ich habe mich verbessert. Sonst lief alles wie gewünscht und ich bin einfach nur gefahren, um auf Speed zu kommen.»
Bulega fuhr seine schnellste Zeit mit dem weichsten Hinterreifen, den Pirelli für Australien im Angebot hat. «Den dürfen wir aber nicht im Rennen einsetzen. Es war eine Sondervariante des SC1», ergänzte der Italiener. «Mit dem Rennreifen fuhr ich eine 1:29,0 min.»
Auch damit hätte Bulega den letzten Vorbereitungstest als Schnellster beendet!
Druck ist für Nicolò Bulega ein Fremdwort
Nach seiner dominanten Vorstellung beim Test erwartet jeder einen Durchmarsch des Italieners. Verspürt der 26-Jährige Druck? «Überhaupt nicht», versicherte Bulega. «Wenn ich hinterherfahren würde und mir keine schnellen Zeiten gelingen wollen, dann würde ich Druck verspüren. Wieso sollte ich Druck haben, wenn ich vorn bin? Klar gibt es Erwartungen, aber wenn ich schnell bin, beruhigt mich das eher.»
Kombinierte Zeiten Superbike-Test Phillip Island, 16. und 17. Februar:
Pos
Fahrer
Motorrad
Zeit
Diff
1.
Nicolo Bulega (I)
Ducati
1:28,630 min
2.
Sam Lowes (GB)
Ducati
1:29,296
+ 0,666 sec
3.
Lorenzo Baldassarri (I)
Ducati
1:29,328
+ 0,698
4.
Yari Montella (I)
Ducati
1:29,351
+ 0,721
5.
Axel Bassani (I)
Bimota
1:29,373
+ 0,743
6.
Alex Lowes (GB)
Bimota
1:29,575
+ 0,945
7.
Miguel Oliveira (P)
BMW
1:29,676
+ 1,046
8.
Iker Lecuona (E)
Ducati
1:29,769
+ 1,139
9.
Xavier Vierge (E)
Yamaha
1:29,812
+ 1,182
10.
Garrett Gerloff (USA)
Kawasaki
1:29,823
+ 1,193
11.
Alvaro Bautista (E)
Ducati
1:29,861
+ 1,231
12.
Danilo Petrucci (I)
BMW
1:29,906
+ 1,276
13.
Tarran Mackenzie (GB)
Ducati
1:29,957
+ 1,327
14.
Alberto Surra (I)
Ducati
1:29,969
+ 1,339
15.
Stefano Manzi (I)
Yamaha
1:30,110
+ 1,480
16.
Andrea Locatelli (I)
Yamaha
1:30,205
+ 1,575
17.
Remy Gardner (AUS)
Yamaha
1:30,269
+ 1,639
18.
Ryan Vickers (GB)
Honda
1:30,446
+ 1,816
19.
Jake Dixon (GB)
Honda
1:30,492
+ 1,862
20.
Tetsuta Nagashima (J)
Honda
1:30,513
+ 1,883
21.
Bahattin Sofuoglu (TR)
Yamaha
1:30,740
+ 2,110
22.
Mattia Rato (I)
Yamaha
1:31,972
+ 3,342
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