Olching: Lambert ungeschlagen, Smoli siegt im Stechen

Von Ivo Schützbach
Speedway

Beim Speedwayrennen in Olching musste ein Stechen über zwei Podestplätze entscheiden, lediglich der Engländer Robert Lambert war über alle Gegner erhaben. «So wurde viel Spannung aufgebaut», grinste Martin Smolinski.

Entgegen der Wettervorhersage, die für den Nachmittag zu «85 Prozent Regen» brachte, erlebten die Fans in Olching Speedway-Sport bei hochsommerlichen Temperaturen und blauem Himmel. Das Gewitter kam erst abends gegen 19 Uhr, als sich viele der Drift-Anhänger längst auf dem Volksfest neben dem Stadion vergnügten.

Überragender Fahrer des Tages war der Engländer Robert Lambert. In seinem letzten Vorlauf war er gegen den starken Italiener Nicolas Covatti, Mark Riss und Sam Masters nach dem Start Letzter, kämpfte über die vier Runden aber alle Gegner nieder und behielt damit seine weiße Weste.

Masters hatte vor diesem Lauf nur einen Punkt an Martin Smolinski abgegeben, wegen dieser Nullrunde wurde der 27-Jährige lediglich Gesamt-Fünfter.

Im letzten Lauf lieferten sich Smolinski und Bjarne Pedersen ein atemraubendes Duell. Erst lag der Bayer vorne, wurde dann vom Dänen überholt, in der letzten Kurve quetschte sich Smoli am ehemaligen GP-Ass beinahe wieder innen vorbei – und scheiterte um Zentimeter.

Damit hatten Smolinski und Pedersen je 13 Punkte auf dem Konto und mussten ein Stechen um die Plätze 2 und 3 austragen, das der Lokalheld vom äußeren Startplatz für sich entschied.

Außer gegen Pedersen gab Smolinski nur an Lambert einen Punkt ab. «Ich war schnell unterwegs, mein Motorrad war aber wie ein Bulldog», erzählte der Olchinger SPEEDWEEK.com. «Der Motor hatte brutal viel Kraft und war deshalb ein bisschen schwer zu fahren. Ich bin einmal auf Lambert aufgelaufen, die Bahn war zu Anfang etwas ruppig, dann kam eine glatte Stelle, danach war er weg. Er war schlicht schneller, so ist das Leben.»

Das Stechen hätte Smolinski mit einem Sieg in seinem letzten Lauf vermeiden können. «Ich hab’ die Bahn ein bisschen falsch gelesen», analysierte der 33-Jährige. «Außen lag etwas Material, dort war es aber nicht schnell genug. Pedersen hat am Kurveneingang einen brutalen Schub mitgenommen und ist mir vorbeigefahren. Ich habe versucht zu kontern, das hätte ja auch fast funktioniert. Dass es am Schluss noch ein Stechen gab, war für die Veranstaltung wunderbar. Da wurde noch mal Spannung aufgebaut, vor allem, wenn der Publikumsmagnet noch mal rausfährt. Im Stechen konnte ich den Spieß umdrehen, die Fans standen voll hinter mir.»

Von den restlichen Deutschen eroberten nur Kevin Wölbert (6.) und Valentin Grobauer (9.) einen Laufsieg. Der Österreicher Daniel Gappmaier punktete in jedem Heat und wurde Achter.

Ergebnisse Speedway Olching/D:

1. Robert Lambert (GB), 15 Punkte. 2. Martin Smolinski (D), 13+3. 3. Bjarne Pedersen (DK), 13+2. 4. Nicolas Covatti (I), 12. 5. Sam Masters (AUS), 11. 6. Kevin Wölbert (D), 8. 7. Rafal Okoniewski (PL), 7. 8. Daniel Gappmaier (A), 7. 9. Valentin Grobauer (D), 6. 10. Viktor Trofimov (UA), 6. 11. Paco Castagna (I), 5. 12. Mads Hansen (DK), 5. 13. René Deddens (D), 4. 14. Zdenek Simota (CZ), 4. 15. Oskar Bober (PL), 2. 16. Mark Riss (D), 2.

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