Gabriel Bortoleto (Audi): «Sollen wir drei Jahre lang jammern oder was?»
Gabriel Bortoleto (21) hat Audi in Silverstone die zweite Punktefahrt beschert – Platz 8 in England. Der Brasilianer findet, die Piloten müssen mit den neuen Rennwagen ihren Frieden finden.
Aufatmen bei Audi: Endlich hat es frische WM-Punkte gegeben, der 21-jährige Brasilianer Gabriel Bortoleto hat die Ziellinie des Traditions-GP in Silverstone als Achter gekreuzt. Seit dem Saisonstart in Melbourne waren die Audi-Fahrer Bortoleto und Nico Hülkenberg immer wieder an den Punkten vorbei geschrammt.
F3- und F2-Champion Bortoleto sagt: «Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis: Das Team hat sich diese Punkte wirklich verdient. Wir hatten einige Rennen hinter uns, bei welchen wir leer ausgegangen sind, und das war hart. Wenn man das Potenzial des Autos kennt, es aber nicht in etwas Konkretes umsetzen konnte, das schmerzt. Dieser achte Platz ist ein grosser Schub für alle. Und der Speed war echt.»
«Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht, das Auto ins richtige Arbeitsfenster zu bringen und dann sowohl ein starkes Qualifying als auch ein solides Rennen abzuliefern. Ich freue mich sehr für alle, sowohl an der Strecke als auch in Hinwil und Neuburg: Jeder hat so hart dafür gearbeitet, und das beweist einmal mehr den Fortschritt, den wir mit unserem jüngsten Paket gemacht haben.»
Bortoleto hat in England auch über die 2026er Rennwagen-Generation gesprochen und die anhaltende Kritik einiger seiner Fahrerkollegen.
Der Südamerikaner weiter: «Ich finde nicht, dass wir die Magie des Sports verloren haben – wir fahren immer noch verdammt schnell durch Copse, mit 280 km/h, und ich muss dort kurz lupfen. Das fühlt sich anders an als früher, als wir mit den Flügelautos dort durchpfeifen konnten.»
«Wir haben mit den 2026er Autos ein neues Kapitel aufgeschlagen. Und wenn es noch immer Leute gibt, die sich darüber beklagen, dann muss ich sagen – gewöhnt euch endlich daran, denn das sind die Regeln, die wir bis 2030 haben. Ich meine, sollen wir nun drei Jahre lang jammern oder was?»
«Das ist nun mal, was wir haben, die Autos machen noch immer Spass, sie sind einfach anders als vorher. Wir müssen uns anpassen, so läuft das nun mal im Leben.»
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