Sönke Petersen: Ein Vergleich bahnt sich an

Von Rudi Hagen
Speedway
Sönke Petersen (li.) mit Vater Günter

Sönke Petersen (li.) mit Vater Günter

Sönke Petersen durchlebt stressige Tage. Gerade zurückgekehrt von zwei Wochen Aufenthalt im Zentrum der Rehabilitation in Pforzheim, muss der 22-jährige Oldenburger nun einiges nachholen.

«Ich habe zwei Wochen in der Schule gefehlt, daher musste ich jetzt neun Arbeiten nachschreiben und zwei Referate halten», beschreibt der Zwölftklässler der Berufsbildenden Schulen Oldenburg gegenüber SPEEDWEEK seinen momentanen Arbeitstag. Dadurch bleiben dem Ex-Speedwayfahrer zurzeit auch nur drei Stunden Training pro Woche beim Physiotherapeuten.

«Aber ich merke, dass es aufwärts geht mit mir», freut sich Sönke, der seit seinem Crash beim U21-Meeting im Juni 2009 in Abensberg im Rollstuhl sitzt. «Die Reha in Pforzheim hat mir wieder sehr gut getan. Am letzten Tag habe ich bei einer Übung gedacht, meine Therapeutin schiebt mir meine Füsse zu schnell nach vorne, aber sie stand einen Meter hinter mir. Da wusste ich, ich bin es, der die Muskeln aktiviert, aber leider wissen die noch nicht so ganz genau, was sie denn nun exakt tun sollen. Am liebsten wäre ich noch dageblieben und hätte weiter trainiert.»

Zurück in Oldenburg benutzt der Rekonvaleszent in seinem Zimmer heute keinen Rollstuhl mehr, nur den Rollator oder Krücken. «Wenn ich dann im Bett liege und kein Rolli steht mehr davor, dann ist das schon ein gutes Gefühl.»
Auch das Zähneputzen wird nur noch im Stehen durchgeführt. Rückschläge bleiben da nicht aus. «Kürzlich bin ich nach hinten gekippt, habe mich an der Duschstange festgehalten, die dann samt Vorhang mit mir auf den Klodeckel geknallt ist, alles war kaputt. Mein Mitbewohner und Schicksalsgenosse Bastian und ich konnten aber herzhaft darüber lachen.»

Gar nicht zum Lachen ist Sönke Petersen zumute, wenn er an die Finanzen denkt. «Meine Krankenkasse will die Kosten für die Therapie in Pforzheim einfach nicht übernehmen. Sie sagen, dass keine Lebensgefahr bestehe, also wären sie nicht zuständig. Es geht immerhin um zirka 1500 Euro pro Woche. Ich mache einen Einspruch nach dem anderen, und die reichen die Sache von einer Entscheidungsebene zur anderen weiter. Wir drehen uns da im Kreis. Ich zehre momentan noch von den Spenden und vom Gesparten.»

Eine andere Sache ist Petersens Klage gegen die Continentale Versicherung. Hier deutet sich ein Vergleich an. «Wahrscheinlich gibt es noch vor Weihnachten eine Entscheidung, das wäre eine grosse Erleichterung für mich.»

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