Wer schlägt Gollob?

Von Jan Sievers
Der aktuell Meister: Adam Skornicki

Der aktuell Meister: Adam Skornicki

In dem wohl schönsten Speedwaystadion der Welt findet am Samstag das härteste nationale Championat statt. In Thorn wird der polnische Speedway-Meister ermittelt.

Die russische Eisspeedway-Einzelmeisterschaft gilt als das härteste Eisrennen überhaupt. Sechzehn erbittert kämpfende Aktive legen sich dabei die Karten.
Ähnlich ist es bei der polnischen Speedway-Meisterschaft. Zwar ist es anders als beim Eisspeedway, die 16 Fahrer treffen unter der Saison regelmässig aufeinander. Wenn aber die polnische Meisterschaft ansteht, geht es um Ruhm und Ehre - geschenkt wird nichts.

Traditionell ist der polnische Mannschaftsmeister Ausrichter des Finales. Titelverteidiger Unibax Thorn liegt in diesem Jahr auch wieder komfortabel an der Tabellenspitze.

Seit dem 3. Mai fährt die Mannschaft um Trainer Jan Zabik in der schmucken Motoarena Thorn, die am ehesten mit der Allianzarena in München zu vergleichen ist. Sie ist zwar wesentlich kleiner, dafür aber mindestens genauso stylish und mit allem Schnickschnack ausgestattet, den man von Speedwaystadien üblicherweise nicht kennt.

In diesem Juwel von Stadion wird am Samstag der polnische Einzelmeister ermittelt. Topfavorit ist wie bei jedem Rennen in Polen Tomasz Gollob. Der siebenfache Titelträger schwächelte am vergangenen Samstag beim Team-WM-Finale in Lissa. Als es im letzten Lauf aber darum ging, mit einem Sieg den Titel nach Polen zu holen, zeigte «Tomek» einmal mehr, warum er der Superstar ist und nicht die anderen und schnappte den Australiern den Titel vor der Nase weg.

Der Ausgang des Rennens ist immer für eine Überraschung gut. Im letzten Jahr war es Adam Skornicki, der in Lissa zur Verwunderung vieler Einzelmeister wurde. Die Leistungsdichte im polnischen Speedway ist einmalig.

Überraschend nicht dabei ist Jarek Hampel. Der polnische Team-WM-Held kam beim Semifinale in Opole nicht über Platz 14 hinaus. Ebenfalls nicht dabei ist der zweifache Titelträger Rune Holta. Der Norweger mit polnischem Pass verpasste das Halbfinale, da sein Flieger Verspätung hatte.

Etwas bevorteilt sind die Thorner Ligafahrer Miedzinski und Jagus. Beide sowie der verliehene Thorner Karol Zabik haben die Möglichkeit, Woche für Woche auf der neuen Bahn zu fahren. Ein nicht unerheblicher Vorteil, zumal die anderen, wenn überhaupt, sich erst einmal mit der Piste vertraut machen konnten.

Die Meisterschaft hat auch Auswirkungen auf die Bundesliga. Der für Güstrow startende Adrian Gomolski, der seinen Halbfinallauf gewinnen konnte, kann nicht am zeitgleich laufenden Bundesligamatch gegen die Diedenbergen Rockets antreten.

Startliste polnisches Finale in Thorn
1. Krzysztof Jablonski
2. Karol Zabik
3. Adrian Miedzinski
4. Daniel Jeleniewski
5. Adrian Gomolski
6. Wieslaw Jagus
7. Damian Balinski
8. Michal Szczepaniak
9. Grzegorz Walasek
10. Tomasz Gollob
11. Janusz Kolodziej
12. Krzysztof Kasprzak
13. Adam Skornicki
14. Piotr Protasiewicz
15. Maciej Kuciapa
16. Piotr Swiderski

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