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Heinz Kinigadner zu Edgar Canet (KTM): «Die Spanier lieben ihn!»
Der spanische KTM-Rallye-Shootingstar Edgar Canet hat eine bewegte Geschichte hinter sich und gilt in seiner iberischen Heimat bereits als Held auf Augenhöhe mit Top-Assen wie Ikone Carlos Sainz.
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Im Artikel erwähnt

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Edgar Canet (KTM) sorgt bei der Rallye Dakar 2026, wo er nach seinem Sieg in der Rally2-Kategorie im Vorjahr diesmal in der großen Klasse antritt, für Furore. Mit 20 Jahren ist der Spanier der jüngste Etappensieger. Der Red-Bull-KTM-Werksfahrer hat eine spannende Vergangenheit, die KTM-Ikone Heinz Kinigadner entscheidend mitgeprägt hat.
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«Nani Roma hat, als Edgar acht oder neun Jahre alt war, bei mir angefragt. Er meinte, er hätte da so einen Jungen, dem er helfen möchte. Ich habe damals glaube ich eine 65er-KTM gekauft und sie ihm dann geliehen», erinnerte sich Kinigadner. «So ist es dann weiter gegangen, bis er zwölf oder 13 Jahre alt war. Später fuhr Edgar die Motocross-EM – er war da auch im spanischen Nationalteam. Er hatte dann aber vor etwa drei Jahren einen schweren Abflug. Er hat sich den Rücken gebrochen und riesiges Glück gehabt. Er hätte damals auch im Rollstuhl landen können.» Der zweifache Motocross-Weltmeister aus dem Zillertal erinnerte sich: «Danach hat Edgar etwas zurückgeschraubt, fuhr in der Cross-EM um die Plätze 6 bis 10. Er ist ein sehr netter Bursche und hat nette Eltern. Nani hat ihn durchgehend unterstützt mit meiner Hilfe. Vor zwei Jahren meinte Edgar dann, dass er gerne eine Rallye fahren möchte. Wir haben ihn deshalb zur Oasis-Rallye mitgenommen. Danach hat er gesagt, er möchte Rallye-Fahrer werden. Wir haben ihm dann für die Baja in Spanien und Portugal ein Bike besorgt.» Danach folgte ein wichtiger Schritt. Kini: «Dann habe ich ihn zu den Tests des KTM-Werksteams mitgeschickt. Dort haben die Jungs gemerkt, dass er viel frisches Blut mitbringt und sie waren auch begeistert von seinen Aussagen. Danach war es der Wunsch des Teams, dass wir ihn unterstützen. Ich habe ihn deswegen beim BAS-Team untergebracht, unserem Satelliten-Team. Dort wurde er eigentlich so gut betreut wie die Werksfahrer.»
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Dann, vor dem Rennen 2025, war plötzlich klar, dass Kevin Benavides nicht rechtzeitig fit wird. Kinigadner: «Wir wollten Benavides den Start aber nicht vermiesen, er hatte so hart trainiert. Aber das Team meinte, er bringt das wohl nicht zu Ende und sie meinten, wir brauchen einen dritten Fahrer. Dann haben sie für Edgar Canet ein weiteres Motorrad zur Rallye mitgenommen und dieses erst vor Ort aufgebaut, damit er das gleiche Bike hat wie die anderen Jungs wegen der Ersatzteile. Es war eine Hauruck-Aktion, dass wir Edgar ins offizielle Team genommen haben. Klar gab es danach auch kritische Stimmen von anderen Fahrern, dass Edgar plötzlich im Werksteam fährt, obwohl er in der Rally2-Klasse antritt. Aber die Einteilung macht einzig und allein die ASO. Diesmal fuhr ja zum Beispiel Tobi Ebster auch als Werksfahrer in der Rally2.»
Kinigadner erinnerte sich: «Nach der Dakar Rallye 2025, wo er die Rally2-Klasse gewann, wurde Edgar in Spanien von Red Bull entdeckt. In Spanien steht er den ganz großen Jungs wie Carlos Sainz pressemäßig mittlerweile nichts mehr nach. Red Bull hat ihn dann auch für die Aktionen vor vollem Haus im Stadion von Atletico Madrid eingesetzt. Er ist dabei eine Runde um den Rasen gefahren und dann über die Mannschaft ins Stadion gesprungen.»
Kini formulierte es auf tirolerisch: «Plötzlich war bei Edgar nur noch ‘High life’ angesagt, er war bei jedem Saustechen dabei. Nani Roma und ich waren darüber zuerst ein wenig skeptisch, weil er in der großen Kategorie bisher noch ein ordentliches Stück hinter den Top-Stars war. Dann hat auch er selbst gesagt, dass ihm das Tempo von Sanders und Tosha Schareina eine Latte zu hoch ist, er es nicht mitgehen kann und auch nicht will. Bis jetzt hat er aber scheinbar den Rhythmus gefunden und uns mittlerweile eines Besseren belehrt (lacht).» «Man kann Edgar jedenfalls perfekt in der Presse verkaufen – er ist ein supernetter Kerl, die Spanier lieben ihn alle!», so Kinigadner. «Wir haben ihm deswegen auch deutlich gesagt: ‘Bitte lass die Füße am Boden und zeig beim Rennen, dass du da bist’ – das hat er gemacht.»
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