SEC Kumla: Emil Sayfutdinov triumphiert, Smolinski 5!

Von Helge Pedersen
Speedway-EM

Titelverteidiger Emil Sayfutdinov war bei der Speedway-EM in Kumla eine Klasse für sich und siegte mit Maximum vor Grigorij Laguta. Martin Smolinski fuhr so gut wie international lange nicht mehr.

Mit einem Laufsieg und drei zweiten Plätzen stand Martin Smolinski nach den fünf Vorläufen in Kumla als Vierter da. Hätte er nicht ausgerechnet in seinem leichtesten Lauf gegen Grigorij Laguta, Milik und Belousov eine Nullrunde geschrieben, wäre sogar Rang 3 möglich gewesen.

So oder so musste der Bayer zusammen mit Nicki Pedersen, Fredrik Lindgren und Grigorij Laguta in den Last-Chance-Heat, aus dem nur die ersten beiden noch ins Finale kamen. Emil Sayfutdinov und Antonio Lindbäck als Top-2 nach den Vorläufen qualifizierten sich direkt für das Finale.

Im ersten Versuch des Last-Chance-Heats führte Pedersen zuerst vor Smolinski, dann gingen Lindgren und Grigorij Laguta in einem Zug am Bayer vorbei, wenig später fuhr Lindgren dem Russen das Vorderrad weg, dieser stürzte und der Schwede wurde disqualifiziert.

«Laguta fuhr die vorherige Kurve etwas wunderlich, ich kam mit mehr Speed an und dachte, ich könnte ihn überholen», sagte Lindgren. Und gab zu: «Ich fuhr ihm das Vorderrad weg.»

Im Wiederholungslauf hatte Smolinski erneut einen Katastrophenstart, überholte dann Laguta und war Zweiter, eine Runde später ließ der 30-Jährige am Kurveneingang aber so viel Platz, dass ihm der Russe innen durchfahren konnte. «Smoli» schied als Dritter aus und durfte im Finale nur zusehen. Gesamtrang 5 ist aber sein mit Abstand bestes EM-Resultat in diesem Jahr.

Im Finale ging Sayfutdinov vom Start weg in Führung und gewann unangefochten. Grigorij Laguta, Lindbäck und Pedersen lieferten sich dahinter einen heftigen Kampf, die drei kreuzten in dieser Reihenfolge die Ziellinie. Pedersen reklamierte zurecht, dass Lindbäck in der letzten Kurve durchs Innenfeld fuhr, der Schiedsrichter disqualifizierte den Schweden richtigerweise.

Sayfutdinov baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem finalen Rennen in Ostrowo/Polen am 19. September auf beachtliche neun Punkte gegenüber Pedersen aus. Lindbäck als Dritter liegt bereits 14 Punkte zurück. Alle weiteren Piloten haben keine Möglichkeit mehr, die Europameisterschaft 2015 zu gewinnen.

Drei Stars fehlten

Horsens-GP-Sieger Peter Kildemand sagte seinen Start in Kumla verletzungsbedingt ab, Nachrücker Vitali Belousov holte einen mickrigen Punkt. Kildemand stürzte in der Gesamtwertung von Platz 6 auf 13 ab.

Piotr Protasiewicz wurde vom 19-jährigen Schweden Joel Andersson ersetzt: Der Pole hat sich bei einem Sturz in der polnischen Liga das Schlüsselbein gebrochen. Durch seine Nicht-Teilnahme fiel er von Gesamtrang 7 auf 14 zurück.

Ex-Weltmeister Tomasz Gollob war zwar in Kumla, trat aber in keinem Lauf an. Offizielle Begründung des 44-Jährigen: Er sei verletzt und schone sich. Zurecht fragten sich die Fans, weshalb er dann in Schweden war und zum ersten Lauf umgezogen sein Motorrad in der Box warmlaufen ließ.

Ergebnisse Speedway-EM Kumla/S:

Vorläufe:

1. Emil Sayfutdinov (RUS), 15 Punkte. 2. Antonio Lindbäck (S), 12. 3. Nicki Pedersen (DK), 10. 4. Martin Smolinski (D), 9. 5. Fredrik Lindgren (S), 9. 6. Grigorij Laguta (RUS), 8. 7. Martin Vaculik (SK), 8. 8. Artem Laguta (RUS), 8. 9. Janusz Kolodziej (PL), 7. 10. Tomasz Jedrzejak (PL), 7. 11. Hans Andersen (DK), 6. 12. Fredrik Engman (S), 6. 13. Przemyslaw Pawlicki (PL), 5. 14. Vaclav Milik (CZ), 5. 15. Joel Andersson (S), 4. 16. Vitali Belousov (RUS), 1. 17. Tomasz Gollob (PL), 0.

Last-Chance-Heat: 1. Pedersen. 2. G. Laguta. 3. Smolinski. 4. Lindgren D.

Finale: 1. Sayfutdinov, 3 Punkte. 2. G. Laguta 2. 3. Pedersen 1. 4. Lindbäck D/0.

Stand nach 3 von 4 Läufen: 1. Sayfutdinov, 49 Punkte. 2. Pedersen 40. 3. Lindbäck 35. 4. G. Laguta 24. 5. Vaculik 24. 6. A. Laguta 21. 7. Kolodziej 21. 8. Pawlicki 18. 9. Milik 18. 10. Tomasz Gollob (PL), 18. 11. Andersen 17. 12. Smolinski 15. 13. Peter Kildemand (DK), 15. 14. Piotr Protasiewicz (PL), 15. 15. Jedrzejak 14. 16. Pawel Przedpelski (PL), 12. 17. Lindgren 7. 18. Engman 6.

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