Speedway-GP

Teterow: Was die Deutschen im Speedway-GP erreichten

Von Ivo Schützbach - 27.08.2019 08:52

Es fanden erst neun Speedway-GP auf deutschem Boden statt, Martin Smolinski und Gerd Riss sind die Einzigen, die in der Weltspitze mithalten konnten. Kommenden Samstag erhält Smoli eine weitere Chance.

Wenn am 31. August 2019 in der Bergringarena in Teterow zum zehnten Mal ein Speedway-Grand-Prix in Deutschland stattfindet, dürfen die deutschen Fans erneut Martin Smolinski anfeuern, der nach 2016 zum zweiten Mal die Wildcard erhielt.

Mit Gerd Riss, Robert Barth, Mirko Wolter, Christian Hefenbrock, Martin Smolinski und Kai Huckenbeck haben erst sechs Deutsche an einem Speedway-GP teilgenommen, Reservisten nicht mitgerechnet. Smolinski hat sich 2014 als Einziger jemals für die Grand-Prix-Serie qualifiziert. Er gewann damals den WM-Auftakt in Neuseeland und schloss die Weltmeisterschaft als Zwölfter ab.

Seit dem Weltmeister-Titel von Egon Müller 1983 in Norden sahen wir zwar noch drei Top-10-Ergebnisse (Karl Maier und Gerd Riss) in den Ein-Tages-Finales. Im seit 1995 durchgeführten Speedway-Grand-Prix konnten aber nur zwei Fahrer überzeugen: Der achtfache Langbahn-Weltmeister Gerd Riss und Smolinski. Riss wurde 1995 im Abensberg-GP Vierter, nachdem ihm Billy Hamill in der vorletzten Runde innen durchfuhr und den Podestplatz abrang. Ein Jahr später in Pocking wurde der Schwabe starker Siebter.

Smolinski gewann den Grand Prix in Auckland und sorgte damit für den größten Triumph im deutschen Speedway-Sport seit dem WM-Gewinn von Egon Müller. Der Bayer fuhr 2014 zudem mehrfach ins Halbfinale der Top-8. Das gelang ihm auch 2016, als er in Teterow mit Wildcard Sechster wurde und als Dritter im Halbfinale ausschied. 2017 war Smoli in Teterow als Nachrücker fix dabei und wurde Neunter.

Die bisherigen neun Deutschland-GP:

1995 Abensberg: 1. Tommy Knudsen (DK). 2. Hans Nielsen (DK). 3. Billy Hamill (USA). 4. Gerd Riss (D).

1996 Pocking: 1. Hans Nielsen (DK). 2. Peter Karlsson (S). 3. Henrik Gustafsson (S). 7. Gerd Riss (D).

1997 Landshut: 1. Hans Nielsen (D). 2. Brian Andersen (DK). 3. Greg Hancock (USA). 11. Robert Barth (D).

1998 Pocking: 1. Tony Rickardsson (S). 2. Jimmy Nilsen (S). 3. Billy Hamill (USA). 21. Gerd Riss (D). 22. Robert Barth (D).

2001 Berlin: 1. Tomasz Gollob (PL). 2. Henrik Gustafsson (S). 3. Nicki Pedersen (DK). 14. Robert Barth (D). 22. Mirko Wolter (D).

2007 Gelsenkirchen: 1. Andreas Jonsson (S). 2. Greg Hancock (USA). 3. Jason Crump (AUS). 14. Christian Hefenbrock (D).

2016 Teterow: 1. Jason Doyle (AUS). 2. Bartosz Zmarzlik (PL). 3. Greg Hancock (USA). 6. Martin Smolinski (D).

2017 Teterow: 1. Matej Zagar (SLO). 2. Martin Vaculik (SK). 3. Jason Doyle (AUS). 9. Martin Smolinski (D). 14. Kai Huckenbeck (D).

2018 Teterow: 1. Tai Woffinden (GB). 2. Jason Doyle (AUS). 3. Bartosz Zmarzlik (PL). 15. Kai Huckenbeck (D).

Martin Smolinski zeigte in Teterow schon zweimal starke Leistungen © Pabijan Martin Smolinski zeigte in Teterow schon zweimal starke Leistungen

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