Speedway-GP

Greg Hancock steht hinter den neuen Schalldämpfern

Von Rick Miller - 27.02.2013 15:31

Gerade erst ist die Schalldämpfer-Debatte aus den Köpfen verschwunden, da soll ein altes Modell den Markt revolutionieren.

Wird es in diesem Jahr einen neuen Schalldämpfer im Bahnsport geben? Vizeweltmeister Nicki Pedersen und auch der WM-Dritte Greg Hancock geben dem Projekt Rückendeckung.

Das Geschrei war riesengross, als der Motorrad-Weltverband FIM seine Pläne, mit neuen Schalldämpfern den Emissionslärm zu verringern, umsetzte. Seit 2012 wurde in allen Speedway-Ligen und auch im Grand Prix, dort schon seit 2011, mit den umstrittenen neuen Schalldämpfern gefahren. Seit dem klagen die Fahrer über gestiegene Servicekosten und fehlende Fahrsicherheit auf griffigen Bahnen.

«Wir schicken die Motoren nur noch zum Service hin und her, nach 12 bis 15 Läufen, das ist viel zu viel», sagte Nicki Pedersen dem englischen «Speedway Star». «Es sollte möglich sein, 30 bis 40 Läufe damit zu fahren. Die Servicekosten würden sich damit halbieren.»

Das Problem der jetzigen Schalldämpfer: Die Abgase werden nicht geredaus nach draussen geführt, sondern prallen auf ein Blech. Dadurch überhitzen die Motoren schneller und die Auspufftemperaturen steigen deutlich an. «Wir müssen auch die Schäden sehen, welche der Schalldämpfer den Fahrern angerichtet hat, mit Verbrennungen und dem Zeugs», hebt Pedersen hervor. «Der Schalldämpfer, mit dem wir zurzeit fahren, hat 150 Grad Temperatur, wenn wir damit fahren. Der neue hat bloss 50.»

Neuer ist ein Alter
 
Der neue Schalldämpfer ist eigentlich ein alter. Marktführer «King» aus England hat sein altes Modell von 2010, das kein Prellblech in der Mitte hat, mit Drahtwolle gestopft und soll damit sogar von den Dezibelzahlen leiser als die aktuellen Flüstertüten sein.

Pedersen: «Es sieht so aus, als wenn wir dieselbe Power haben, die wir mit den alten Schalldämpfern hatten, die gerade waren, ohne Platte in der Mitte. Es sieht auch so aus, als wenn der Lärm weniger wäre wie mit den jetzigen.»

«Es gibt keinen Zweifel daran, der Schalldämpfer hat viele Leute genervt», stimmt der zweifache Weltmeister Greg Hancock mit ein. «Die Hitze im Motor ist gestiegen und auch die Kosten in etlicher Hinsicht. Der neue Dämpfer kommt aber zu einem späten Zeitpunkt, kurz vor der Saison, und es ist nicht einfach die FIM zum Zuhören und Verstehen zu bringen. Sie sitzen nach wie vor in einem Büro und machen all die Regeln. Es ist oft so, dass wenn man nicht die Unterstützung von jedem bekommt, man nichts erreichen kann.»

Keine Serienproduktion

Es sieht so aus, dass die neuen Schalldämpfer in diesem Jahr in der dänischen Liga eingesetzt werden dürfen. Briten, Schweden und Polen könnten den Dänen folgen. Dass der neue Schalldämpfer bereits in Auckland in knapp vier Wochen beim GP-Auftakt auf Grund der Kürze der Zeit erlaubt sein wird, ist fraglich. Zudem hätte kaum ein Fahrer damit testen können, da die Produktion des neuen King-Schalldämpfers noch nicht in Serie gegangen ist.

Greg Hancock würde sich einen neuen Schalldämpfer wünschen © Pabijan Greg Hancock würde sich einen neuen Schalldämpfer wünschen

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