Martin Smolinski (31) beschwört die deutschen Fans

Von Sebastian Mischok
Speedway-GP
Martin Smolinski begeistert die Medien mehr als jeder andere deutsche Bahnfahrer

Martin Smolinski begeistert die Medien mehr als jeder andere deutsche Bahnfahrer

«Setzt euch zusammen und organisiert, dass eine ganze Kurve in Schwarz-Rot-Gold leuchtet – ich spendiere 1000 Deutschland-Papier-Fahnen!» Martin Smolinski über seinen Einsatz im Speedway-GP Teterow.
Martin, es wurde entschieden, dass du die Wildcard für den deutschen Speedway-GP am 10. September in Teterow bekommst. Hast du damit gerechnet oder hat dich die Entscheidung des Veranstalters überrascht?

Es wird immer viel im Vorfeld besprochen. Meine Aussage war, seitdem wir wussten Deutschland hat einen Grand Prix, dass der beste Deutsche zu diesem Zeitpunkt ans Startband rollen soll. Ich habe aufgegeben mit etwas zu rechnen, Fakten zählen.

Überrascht? Nein, ich möchte aber danke sagen an den MC Bergring Teterow, Veranstaltungsleiter Adi Schlaak, BSI Speedway und den DMSB für das in mich gesetzte Vertrauen.

Was denkst du hat den Ausschlag gegeben, dass du gewählt wurdest?

Meine momentane Leistung, meine polarisierende Persönlichkeit, die gute Zusammenarbeit mit dem MC Bergring bei internationalen Rennen und die Professionalität meines Teams.

Ich könnte hier noch sehr viele Punkte bringen, die bei der Vergabe der Verantwortlichen auf der Agenda gestanden sind. Sie hatten es nicht einfach. Mein Gesamtpaket scheint sie überzeugt zu haben.

Was sind deine Ziele für den Teterow-Grand-Prix, aus sportlicher Sicht und für den Speedway-Sport in Deutschland?

Sportlich will ich die Semifinales erreichen. Dann ist alles möglich. Ich werde der einzige Fahrer mit Jawa-Motoren am Startband sein, und wer weiß, vielleicht macht dies den Unterschied aus. Dank meines Entwicklungs- und Tuner-Teams haben wir vielleicht an manchen Stellen Vorteile?

Für den deutschen Bahnsport ist es eine sehr wichtige Veranstaltung. Wir müssen und wollen zeigen, wie stark der Bahnsport in Deutschland ist. Wir haben 80 Millionen Menschen in Deutschland, sie müssen den Sport wieder kennen und lieben lernen, wie zu Egon Müllers Zeiten.

An erster Stelle müssen wir alle unser deutsches Problem des persönlichen Neids ablegen und gemeinsam an dem Projekt Speedway-Grand-Prix in Deutschland arbeiten. Denn nur gemeinsam ist man stark.

Du hattest bereits in diesem Jahr ein Rennen in der Bergring Arena, wo du als bester Deutscher knapp das Finale verfehlt hast. Liegt dir die Bahn in Teterow?

Ein dickes Kompliment an den Bahndienst, die Bahn war sehr gut zu fahren. Ich hoffe, der gleiche Bahndienstchef kümmert sich auch im Grand Prix darum, dann steht einem Top-Rennen nichts im Weg.

Die Bahn liegt mir sehr gut, ich kam als Punktbester in die Semis, aber dort wurde ich in der ersten Kurve sehr stark ausgebremst und das Finale war dahin. That’s Racing!

Auch beim Schildbürgerpokal am 26. August bist du in Teterow am Start. Siehst du es als Vorteil für dich, zwei Wochen vor dem Grand Prix auf der Bahn an einem Rennen teilzunehmen?

Ja, auf jeden Fall. Ich will mein Material, mein Set-up perfekt abstimmen. Ich sehe es wie eine Generalprobe.

Letzte Worte?

Ich bin nicht jedermanns Liebling, will das auch nicht sein, und habe viele Gegner – das ist gut so. Bedenkt aber bitte, an diesem Tag, wenn der Grand Prix in Teterow ist, geht es um uns alle. Um unseren geliebten Bahnsport in Deutschland. Nehmt alle Deutschlandfahnen mit ins Stadion und zeigt Flagge. Speedway-Grand-Prix ohne Deutschland geht nicht mehr. Setzt euch zusammen und organisiert, dass eine ganze Kurve Schwarz-Rot-Gold leuchtet – ich spendiere 1000 Deutschland-Papier-Fahnen!

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