Teterow-GP: Platz für bis zu 25.000 Zuschauer möglich

Von Ivo Schützbach
Speedway-GP
Die Bergring Arena in Teterow

Die Bergring Arena in Teterow

Lieber ein ausverkauftes kleineres Stadion, als ein halbleeres großes: Darauf ist auch Speedway-GP-Vermarkter BSI gekommen. Wenn mehr Fans nach Teterow strömen, ist man dort gerüstet.

In Deutschland gastierte der Speedway-GP in der Vergangenheit in Pocking, Abensberg, Landshut, Berlin und Gelsenkirchen. Nach neunjähriger Pause kehrte er vergangenes Wochenende zurück, erstmals nach Teterow. Seit Dienstagmittag wissen wir: Die Bergring Arena wird bis einschließlich 2019 die Heimat des Deutschland-GP sein.

Nach den großen Stadien in Berlin und Gelsenkirchen haben sich viele Fans gefragt, weshalb sich WM-Vermarkter BSI nun wieder für ein permanentes Speedway-Stadion entschieden hat.

«Unsere neue Strategie ist, dass wir einen Event von Grund auf aufbauen wollen», erläuterte Torben Olsen, Managing Director des Speedway-GP. «Wir möchten eine gute Rennstrecke in einer Gegend, in der eine Fanbasis vorhanden ist. Wir möchten den Grand Prix in Deutschland langfristig etablieren. Und dann, wer weiß, wenn die Zeit gekommen ist, können wir möglicherweise wieder in ein großes Stadion wechseln.»

Zum ersten Teterow-GP erschienen offiziell 12.500 Zuschauer, dem bloßen Auge nach waren bei einer Stadionkapazität von 18.000 sogar mehr da. Wird das Rennen zu einem dauerhaften Erfolg, ist Teterow-Boss Adi Schlaak mit seiner Crew vorbereitet. «Die Kapazität lässt sich auf 23.500 erhöhen – oder sogar auf 25.000», verriet er SPEEDWEEK.com. «Durch die mobilen Tribünen bekommen wir 6000 bis 8000 Sitzplätze hin. 25.000 Zuschauer musst du aber erst einmal haben.»

Die Tribünen für das diesjährige Rennen waren bereits vor einem halbe Jahr ausverkauft. Ist das ein Zeichen dafür, dass ihr schon jetzt zu wenige Sitzplätze hattet? «Nein», ist Schlaak überzeugt. «Wenn du etwas Neues anfasst, dann gehst du realistisch damit um. Alles was wir im Vorfeld versucht haben, wurde mit der heißen Nadel gestrickt. Es war keine Tribüne da – und viele konnten sich auch nicht vorstellen, dass auf der Gegengerade eine mit 2500 Sitzplätzen stehen soll. Die Tribüne besteht aus drei Segmenten, die sich noch erhöhen lassen. Das entscheiden die Zuschauer. Wenn sie Plätze buchen, ordern wir das nächste Segment. Wir haben damit gerechnet, dass wir die Sitzplätze schneller verkauft bekommen als die Stehplätze, das war auch so. Wir hatten drei Segmente, ich gehe davon aus, dass wir nächstes Jahr fünf haben werden.»

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