Neuzugang für die boomende GT4-Kategorie: Alpine A110

Von Martina Müller
Sportwagen
Alpine A110 GT4

Alpine A110 GT4

Mit Alpine springt der nächste Hersteller auf den prosperierenden GT4-Zug auf. Im Rahmen des Autosalon Genf wurde nun der A110 GT4 der Öffentlichkeit gezeigt. Das Auto entsteht bei Alpines WEC-Partner Signatech.

Die GT4-Kategorie nimmt international immer mehr Fahrt auf. Mit dem A110 GT4 steigt nun auch die französischen Renault-Tochter Alpine in die Klasse ein. Der entsprechende Rennwagen wurde am Dienstag auf dem Autosalon Genf der Öffentlichkeit präsentiert. Der A110 GT4 ist mit demselben 1.8L-R4-Turbomotor ausgestattet wie die Straßenversion des Alpine A110. Jedoch erhält die Rennversion ein leichtes (aktuell noch nicht näher beziffertes) Mehr an Power. Entwickelt wurde der Wagen bei Alpines-Motorsportpartner Signatech. «Seit 1990 ist Signatech im Wettbewerb in verschiedenen internationalen Motorsportserien sowohl im Einsitzer- als auch im Langstreckenrennsport mit enormem Erfolg am Start. Wir haben alle diese Erfahrung und Expertise auf die Entwicklung angewendet, um aus dem neuen A110 GT4 einen sehr wettbewerbsfähigen Rennwagen zu machen», erklärt Signatech-Boss Philippe Sinault.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 wird der A110 GT4 auf den europäischen Rennstrecken zu sehen sein. Ausgewählte Kundenteams sollen den Wagen dann mit Support von Signatech einsetzten. 2019 wird der Renner vollumfänglich ausgerollt.

Neben der GT4-Version debütiert 2018 auch der Alpine A110 Cup. Fahrzeuge, die an dem Markenpokal teilnehmen, können über einen Kit sogar auf GT4-Niveau upgegraded werden.

Die französische Traditionsmarke aus Dieppe hatte im Jahre 1978 Motorsport-Geschichte geschrieben. Mit dem A442B und den Piloten Didier Pironi und Jean-Pierre Jaussaud konnte Alpine damals die 24 Stunden von Le Mans gewinnen. Die offenen Prototypen (nach Gruppe 6 Reglement) setzten sich seinerzeit gegen die Porsche 936 durch. Nachdem sich die Marke in einem über etliche Jahre andauernden Winterschlaf befand, wurde sie mit dem A110 wieder erweckt.

Auch in der LMP-Szene ist Alpine seit 2013 erneut aktiv. Hier werden jedoch keine eigenen Fahrzeuge aufgeboten, sondern lediglich die jeweils aktuellen LMP2-Modelle von Oreca als Alpine umgebrandet. Seit Anfang an ist hier Signatech als Einsatzteam im Programm mit dabei. 2016 konnte in der FIA WEC sogar der LMP2-Klassentitel gemeinsam eingefahren werden.


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