Porsche macht 917 mit 16-Zylinder wieder flott

Von Oliver Runschke
Sportwagen
Der mächtige Porsche 16-Zylinder-Motor, dessen reine Existenz Ferrari einst wahnsinnig machte, wird wieder restauriert und soll spätestens bis 2016 in Goodwood erstmals vor Publikum zu hören sein.

Der Porsche 917PA mit Sechzehn-Zylindermotor ist ein Teil der Legende und des Mythos um den Porsche 917: 1971 entwickelte Porsche für den 917 einen Sechzehnzylinder, der nach Tests in Weissach aber nie einem Rennen eingesetzt wurde. Der Sechzehnzylinder ging auf eine Idee von Ferdinand Piech zurück, der den Bau des Motors in Auftrag gab, ohne dass es dafür einen konkreten Verwendungszweck in einer Rennserie gab. Der Motor mit der internen Typenbezeichnung 917 basierte auf dem Zwölfzylinder des 917 vom Typ 912 und leistete auf dem Prüfstand nach Angaben von Walter Näher in seinem Buch über den 917 aus 6,5 Liter Hubraum 755 PS.

Im Sommer 1971 wurde der in Chassis 917.027 eingebaute Sechszehnzylinder, von dem Porsche nur drei Exemplare mit 6,5-Liter Hubraum baute, erstmals in Weissach von Willi Kauhsen getestet. Obwohl die Testergebnisse durchaus ermutigend waren, war das Handling durch den um 24,6 cm längeren Radstand und ein um rund 80 kg höheres Gewicht nicht optimal. Die Erfolge mit der Turbotechnik, mit der Porsche zeitgleich experimentierte, und die den 917/30 auf Leistungen von bis 1.200 PS bringen sollte, war dann der Todesstoss für den Sechzehnzylinder. Der Sechszylinder blieb im Heck des 917PA und verschwand im Museum.

Obwohl der Sechzehnzylinder nie in einem Rennen gefahren ist, half das mächtige Triebwerk dabei Ferrari zu schlagen. Die Porsche Presseabteilung verkaufte ein gefaktes Bild des 16-Zylinders in den Abmessungen des 12-Zylinder als neuen Fünfliter-Motor für den 917: Ferrari stellte daraufhin die Entwicklung am 512M ein und konzentrierte sich auf den Dreilitersportwagen 312PB.

Erstmals seit dem Herbst 1971 soll der Porsche 917PA mit Sechzehnzylinder bald wieder fahren. Im Rahmen des «Festival of Speed» in Goodwood bestätigt Klaus Bischof, Leiter des fahrenden Museum von Porsche, mit der Restauration des 917 zu Beginnen. Spätestens 2016, vielleicht schon im kommenden Jahr, soll der mächtige Motor gut 45 Jahre nach seinem ersten Test dann in Goodwood erstmals vor Publikum zu hören sein.

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