Robby Rolfo (1.): «Das beste Rennen meiner Karriere»

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
In der letzten Runde machte Roberto Rolfo alle Türen zu

In der letzten Runde machte Roberto Rolfo alle Türen zu

MV Agusta-Pilot Roberto Rolfo blickt auf 20 Jahre Rennsport auf WM-Niveau zurück. Im biblischen Alter von 36 Jahren gewann der sympathische Italiener auf Phillip Island sein erstes Rennen in der Supersport-WM.

Es gibt wohl niemanden im Paddock der Superbike-WM, der Roberto Rolfo diesen Sieg vergönnt. Der stets faire und beliebte Italiener beendete damit eine seit Sepang 2010 in der Moto2 andauernde Durststrecke siegloser WM-Rennen.

Dabei standen die Vorzeichen für einen Erfolg nicht gut. 2016 absolvierte Rolfo mit Factory Vamag eine desaströse Saison, beim Phillip-Island-Test zu Wochenbeginn renkte er sich zudem das Schultergelenk aus. Auch die kurze Renndistanz von nur zehn Runden liegt dem Haudegen eher nicht. «Das war eines der besten Rennen meiner Karriere, vielleicht sogar das beste überhaupt», stellte ein gut gelaunter Rolfo gegenüber SPEEDWEEK.com fest. «Ich mag normalerweise keine kurzen Rennen und hier hatten wir nur zehn Runden. Ich bin auch nicht gut im Qualifying, sondern muss über eine längere Distanz in meinen Rhythmus kommen.»

Rolfo spürte aber schon am Freitag, dass er in diesem Jahr ein starkes Rennen würde fahren können. «Auf Phillip Island bekommt man nach ein paar Runden immer Probleme mit dem Hinterradreifen. Ich konnte aber schon in den Trainings schnelle und konstante Runden mit gebrauchten Reifen fahren», erzählte Rolfo, der in einem Monat 37 Jahre wird. «Im Rennen war ich ab der ersten Runde am Limit. Mir fiel bei den anderen Jungs an der Spitze auf, dass sie in manchen Bereichen der Strecke langsamer als ich waren. Ich studierte ihre Linien, um für die letzte Runde gerüstet zu sein. Ich habe alle rechts in sehr schnellen Kurven überholt. Meine Erfahrung hat mir geholfen, danach kein Überholversuch zuzulassen.»

Selbst dass er auf der Zielgeraden von Yamaha-Pilot Lucas Mahias angerempelt wurde, nimmt Rolfo gelassen. «Ich hatte schon etwas Sorge, weil ich in der letzten Kurve sein Motorrad gehört habe», erinnert sich Rolfo. «Dann spürte ich hinten rechts einen Schlag und habe befürchtet, das Rennen doch noch auf den letzten Metern zu verlieren. Aber es ist irgendwo normal, dass es bei so einer Situation und dem Tempo auch mal zu einer Berührung kommt.»

Auf dem Zielstrich wurde Rolfo mit 1/1000 sec vor Mahias als Sieger gewertet!

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