Thomas Gradinger (6.): Bestes WM-Ergebnis

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Thomas Gradinger

Thomas Gradinger

Der Österreicher Thomas Gradinger, der IDM Supersport 600-Meister 2017, erzielte mit Platz 6 im Rennen der Supersport-WM in Brünn sein bisher bestes WM-Resultat. «Die Luft ist hier oben dünn», weiß Gradinger.

18,6 sec hinter Sieger Jules Cluzel preschte Thomas Gradinger im Supersport-Rennen von Brünn als Sechster über die Ziellinie. Der Österreicher kam somit hinter Randy Krummenacher und vor Anthony West ins Ziel. In der Gesamtwertung belegt Gradinger nach seinem bisher besten WM-Resultat den zehnten Rang. Nur ein Punkt trennt ihn von Anthony West.

Gradinger belegte in Assen, Donington und Brünn die Plätze 9, 8 und 6. Eine klare Steigerung. «Jetzt wird die Luft nach oben dünn. Ich habe einen guten Start erwischt, aber schon in der ersten Kurve gab es zwei Berührungen mit Mahias», berichtete Gradinger nach dem Rennen. «Danach ist mir ein Gegner hinten ins Motorrad gekracht. Ich musste dann noch Lahti und Morais überholen, sonst hätte ich länger an Krummi dranbleiben können. Aber ganz sicher nicht bis zum Schluss. Aber es wären wieder einige Kilometer gewesen, in denen ich viel gelernt hätte. Ich musste zu Beginn richtig beißen, wollte aber trotzdem Spaß haben. Am Ende ließ der Hinterreifen leider sehr stark nach. Ich habe dann einfach versucht, meine Platzierung ins Ziel zu retten.»

Bisher schaffte es Gradinger nur in Donington und Brünn in die Superpole 2. «Wenn es einmal klappt und du weißt, dass du es kannst, dann ist es viel einfacher. Ich hoffe, dass das Alltag wird, aber es wird auf den für mich neuen Strecken schwierig. Doch auch Brünn ist keine Strecke, wo ich besonders oft gefahren bin, Aragón kenne ich beispielsweise viel besser. Assen auch. In Brünn war ich zuvor nicht zwei Mal. Das erste Mal vor sechs Jahren mit der 125-ccm-Maschine.»

Doch in Brünn konnte Gradinger auf die Unterstützung zahlreicher Fans aus Österreich zählen. «Das motiviert schon, wenn immer wieder Österreicher zu einem kommen und Plakate zu sehen sind. Das ist schon großartig, wenn hier ein Österreicher unterstützt wird.»

18,6 sec fehlten Gradinger auf seinen Teamkollegen Cluzel. «Ein großer Faktor ist dabei die Erfahrung», glaubt der 21-Jährige. «Zu Beginn der Rennen verliere ich nicht so viel, aber wenn die Reifen abbauen und rutschen, dann wird es schwierig für mich. In diesem Bereich hat er mehr Erfahrung, wie man den Körper positioniert. Er stellt die Maschine auch schneller auf als ich. Daran muss ich arbeiten.»

Gradinger ist der beste Deutsche Meister in der Supersport-WM seit Jahren. «Das freut mich wirklich sehr. Trotzdem schaue ich natürlich mehr auf meine Ergebnisse in der Weltmeisterschaft.»

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