Bravo Kevin Wahr (Yamaha): In Imola wieder Top-9!

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Kevin Wahr in Imola vor Fabio Menghi

Kevin Wahr in Imola vor Fabio Menghi

Der Nagolder Kevin Wahr hat sich in der Supersport-WM in den Top-10 der Welt etabliert. Beim vierten Rennen in Imola fehlte ihm nur eine Sekunde zum sechsten Platz.

Mit Fabio Menghi, Marco Bussolotti, Riccardo Russo und Alessandro Nocco hatte Kevin Wahr während des Supersport-Rennens in Imola gleich vier heißblütige Italiener um sich, die ihm das Leben schwer machten. Das Quintett kämpfte um Rang 6, der Schwabe wurde nach 17 Runden Neunter.

«Ich musste richtig kämpfen, um an diese Gruppe ranzufahren», erzählte Wahr SPEEDWEEK.com. «Selbst wenn es zwei Runden länger gegangen wäre, wäre es schwer gewesen zu überholen. Von Platz 6 bin ich nicht weit weg. Hätte ich diese Gruppe von Anfang an angeführt, hätte ich vielleicht diesen Platz geholt. Aber das habe ich nicht, ich war am Anfang zu schwach, am Ende dafür stark. Von dem her kann ich mit dem neunten Platz zufrieden sein.»

«Vom reinen Rennspeed bin ich nicht so verkehrt», analysierte der Yamaha-Pilot. «Wo ich verliere, ist im ersten Renndrittel, wenn das Gerangel anfängt und die Jungs in jedes Loch reinstechen. Ich musste einmal durch die Schikane geradeaus, da habe ich Zeit verloren.»

Wahr kam von Startplatz 12: «Beim Start an sich habe ich sogar zwei oder drei Plätze gutgemacht, aber es gab extremes Gerangel. Jeder weiß, dass das, was man am Anfang verliert, am Ende fast nicht mehr aufzuholen ist. Überholen in Imola ist schwierig, die Strecke ist eng. Vor mir waren drei Italiener, hinter mir waren Italiener. Das waren auch die, die am Start jedes Loch genützt haben. Die waren extra motiviert, ich kannte die Strecke nicht.»

Der 25-Jährige fuhr im vierten Rennen zum dritten Mal in die Top-9. Bist du zu Rennbeginn zu zögerlich, wäre sonst noch mehr drin? «In der Startphase bin ich auf jeden Fall zu zurückhaltend», gibt der Deutsche Supersport-Meister zu. «Die letzten zwei Jahre bin ich immer als Erster in die Kurve eingebogen. Wenn du vor dir jemanden hast, und von hinten auch noch einer drückt, ist das schon etwas anderes. Jeder drückt, aber eigentlich willst du ja selber Plätze gutmachen.»

Mit nun 23 Punkten liegt Kevin Wahr in der Weltmeisterschaft auf Rang 10.

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