Lorenzo Zanetti: «Suzuka wie eine grosse Familie»

Von Kay Hettich
Supersport-WM
Lorenzo Zanetti kam in Suzuka doch zum Einsatz

Lorenzo Zanetti kam in Suzuka doch zum Einsatz

Ursprünglich nur als Reservist für das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka eingeplant, sprang Lorenzo Zanetti für den verletzten Kosuke Akiyoshi ein. Wie der Italiener sein erstes Endurance-Rennen erlebte.

Das komplette Pata Honda Team aus der Superbike- und Supersport-WM kam in Suzuka in verschiedenen Teams zum Einsatz. Als einziger des Quartetts war Lorenzo Zanetti Debütant beim legendären Acht-Stunden-Rennen, war an der Seite von Jonathan Rea und #HRC-Testfahrer #Kosuke Akiyoshi aber nur als Reservefahrer vorgesehen. Er fuhr zwar die Trainings, zum Renneinsatz sollte er aber nur kommen, wenn sich Rea oder Akiyoshi verletzen würde.

Nach vier Stunden und 108 Runden kam es bei F.C.C. TSR Honda zur Katastrophe: Der Japaner stürzte und brach sich das Bein. Zanetti hatte die unschöne Aufgabe, mit 16 Runden Rückstand wieder auf die Piste zu gehen. Das Rennen endete auf Platz 40. Das war das Ende eines ereignisreichen Trips in eine andere Welt.

«Ich wurde mit der berühmten japanischen Freundlichkeit begrüsst und kam schon ein paar Tage früher nach Japan. Sofort konnte ich feststellen, dass dieses Rennen anders ist», sagte Zanetti gegenüber der Gazzetta dello Sport. «Alles wird hier bis ins kleinste Detail geplant, das fängt schon beim Auto an, dass uns Fahrer zur akribischen Vorbereitung auf das Rennen abholt.»

«An der Rennstrecke hatte ich etwas wie ein MotoGP-Paddock erwartet – aber es war total anders: Es gab keine Hospitalitys und nur ein paar kleinere Lkws», bot Suzuki eine weitere Überraschung für den Supersport-WM-Piloten. «Hier ist alles auf den reinen Nutzen ausgelegt und das schafft eine Atmosphäre, als gehörte man zu einer grossen Familie. Etwa so wie in der Italienischen Meisterschaft.»

Erstmals bewegte der 26-Jährige in Suzuka ein Rennmotorrad bei Dunkelheit. «Bei Nacht zu fahren, ist wirklich seltsam. Im Qualifying fuhr ich nur neun Runden, zu wenig, um auf Speed zu kommen. Akiyoshi verdient einen Riesenrespekt. Es war heldenhaft, dass er trotz seiner Verletzung das Bike zurück an die Box brachte», sagt Zanetti anerkennend. «Meine erste Erfahrung in Suzuka ist unglaublich. Ich hatte selbst nicht erwartet, zum Einsatz zu kommen, gerade weil Jonathan und Akiyoshi fantastische Arbeit leistete und schon einen grossen Vorsprung herausgefahren hatten.»

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