Randy Krummenacher: «Habe etwas richtig gemacht»

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Randy Krummenacher hat die eigene Zielvorgabe mehr als erfüllt

Randy Krummenacher hat die eigene Zielvorgabe mehr als erfüllt

Der WM-Kampf ist nach dem Sturz von Kenan Sofuoglu in Magny-Cours weiter offen. Für den Schweizer Randy Krummenacher geht es in seinem ersten Supersport-Jahr in Wirklichkeit aber «nur» noch um Rang 2.

Kenan Sofuoglus Ausgangslage vor dem Rennen in Frankreich war komfortabel: Der Türke hatte 53 Punkte Vorsprung, 75 gab es noch zu erobern. Mit dem Sturz in Magny-Cours versenkte er seinen ersten Matchball im Kies, die Entscheidung ist auf mindestens Jerez in zwei Wochen vertagt. Sein Vorsprung jetzt: 42 Punkte.

Gewinnt Krummi das nächste Rennen in Südspanien, reicht Sofuoglu Rang 8, um Weltmeister zu werden. Wird der Schweizer in Jerez Zweiter, reicht dem Teamkollegen Platz 13. Wird Krummi Dritter oder schlechter, ist Sofuoglu automatisch zum fünften Mal Champion.

Puccetti-Kawasaki-Pilot Krummenacher liegt zwei Rennen vor Saisonende 13 Punkte vor MV-Agusta-Werksfahrer Jules Cluzel und 20 vor Patrick Jacobsen (Ten Kate Honda) auf Gesamtrang 2.

SPEEDWEEK.com setzte sich mit dem Zürcher Oberländer zusammen und sprach über die eigenen Erwartungen und das gestiegene Interesse an ihm.

Vor der Saison hast du die Top-5 in der Weltmeisterschaft als Ziel ausgegeben, jetzt kämpfst du um Rang 2.

Ganz klar habe ich meine Zielvorgabe erfüllt. Dass es so aufgeht, ich bin sehr zufrieden. Das ist meine beste Saison, Vizeweltmeister wäre nicht schlecht.

Ist das Interesse an dir durch die Podestplätze in der Supersport-WM so gestiegen, wie du es dir erhofft hast nach den erfolglosen Jahren in Moto2?

Es ist sogar mehr als erhofft gestiegen. Nicht unbedingt in der Schweiz, dort auch ein bisschen. Aber mehr in anderen Ländern, wo ich jetzt präsenter bin. Ich habe noch nie so viele Autogramme geschrieben und musste Fotos machen, wie dieses Jahr in Misano und Imola. Meine Facebook-Seite ist von 3000 auf 10.000 Follower gestiegen. Irgendetwas habe ich richtig gemacht.

Also stimmt die Weisheit, dass nur Ergebnisse zählen?

Ja, schon.

Seit bekannt ist, dass du 2017 für Puccetti Kawasaki Superbike-WM fahren wirst: Kommen nun auch Leute auf dich zu, die du vorher nie gesehen hast?

Ja, es gab einen Schub. Ich gebe mehr Interviews, es gibt auch Anfragen aus der Schweiz, die mehr über das Thema wissen wollen. Superbike ist eine Stufe interessanter.

Hast du nicht die Befürchtung, dass das Interesse an dir schwinden wird, wenn du Achter, Zehnter oder Zwölfter bei den Superbikes wirst, anstatt in der Supersport-Klasse auf dem Podium zu stehen?

An so etwas denke ich nicht. Ich gebe alles und weiß, dass ich mich fahrerisch steigern muss. Ich muss viel trainieren und mich gut vorbereiten, ich habe viel zu lernen. Die Superbikes haben viel Elektronik, in Supersport und Moto2 hatte ich das nicht. Darauf konzentriere ich mich.

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