Dean Wilson noch schwerer verletzt

Von Thoralf Abgarjan
Supercross
Dean Wilson brach sich in Las Vegas die Hüfte

Dean Wilson brach sich in Las Vegas die Hüfte

Die Ursache der schweren Stürze von Dean Wilson und Jordi Tixier beim Monster Energy Cup ist aufgeklärt. Der Streckenabschnitt wurde wegen der unterschiedlichen Starts in beiden Fahrtrichtungen befahren.

Nach seinem kapitalen Crash im Zeittraining des Monster Energy Cups von Las Vegas wurde Dean Wilson ins Krankenhaus abtransportiert, wo zunächst ein ausgekugeltes Hüftgelenk diagnostiziert wurde. Eine schlimme Verletzung, die Monate braucht, um vollständig auskuriert zu werden.

Bei der später erfolgten genaueren Untersuchung wurde nun auch noch ein Bruch der Hüfte entdeckt, was die Ausgangslage für die Rehabilitation weiter verschlechtert.

Im ersten freien Training legte der Schotte die schnellste Rennrunde vor. Im Qualifikationstraining rangierte er auf P3.

Der Vierfachsprung, wo sich der Zwischenfall ereignete, hatte seine Tücken. Auch Jordi Tixier flog dort brutal ab. Der Unfall des Franzosen verlief nahezu identisch. Er zog sich zum Glück 'nur' eine Gehirnerschütterung zu.

«Noch eine Runde vor dem Crash bin ich den Vierfachsprung gesprungen», erinnert sich Wilson. «Als ich in der nächsten Runde an den Streckenabschnitt kam, sprang ich nur ein paar Zentimeter neben der Stelle ab, wo ich eine Runde zuvor abgesprungen war.»

Der MEC hatte in diesem Jahr die Besonderheit, dass die 3 Finalrennen mit drei unterschiedlichen Starts erfolgten. Das hatte zur Folge, dass bestimmte Streckenteile in beide Richtungen befahren wurden. Die Topographie der Rhythmussektion änderte sich anders als gewohnt.

«An der Absprungstelle hatte ich diesmal keinerlei Traktion, weil die Strecke zuvor in der Gegenrichtung befahren worden ist. Dadurch bin ich zu kurz gesprungen und mein Hinterrad ist an der Kuppe des vierten Hügels hängengeblieben und hat mich über den Lenker katapultiert.»

Besonders ärgerlich: Wilson befand sich in der letzten Runde der Trainingssession.

Der Brite, der schon viele schmerzhafte Verletzungen wegstecken musste, erinnert sich an den Aufschlag. «Das war der schlimmste Schmerz, den ich jemals in meinem ganzen Leben erlebt habe. Ich war am Boden zerstört. Aber jetzt, nach ein paar Tagen, geht es mir etwas besser.»

Wilson äußerte sich auch über einige Kommentare in den sozialen Medien, die sich über die Vielzahl seiner Verletzungen lustig machten. «Meint ihr wirklich, dass ich mir so etwas selbst antue, um danach schwer verletzt im Krankenhaus zu liegen? Ich bin total sauer, dass das geschehen ist, aber dieser Mist passiert nun einmal im Motocross. Ich hatte keine Chance und konnte es nicht verhindern. Aber eure Arroganz bestärkt mich darin, meinen Weg zu gehen und weiter hart an mir zu arbeiten.»

Wilson veröffentlichte ein Video seines Crashs.

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