Supermoto-WM: Rückkehr nach St. Wendel geplatzt!

Von Markus Niegtsch
Supermoto-S1-WM
Kein Gastspiel in Deutschland: Die WM-Stars um Weltmeister Mauno Hermunen (vo.) bleiben St. Wendel 2014 fern

Kein Gastspiel in Deutschland: Die WM-Stars um Weltmeister Mauno Hermunen (vo.) bleiben St. Wendel 2014 fern

Exklusiv: Der ADAC Saarland bekommt die erhoffte Gebührreduzierung vom DMSB für den WM-Event nicht. Vom geplanten Supermoto-Festival mit WM, EM und DM bleibt nur das DM-Rennen übrig.

Es wäre in der kommenden Supermoto-Saison eines der grossen Highlights gewesen, speziell für die deutschen Fans: Die Rückkehr der Supermoto-WM nach St. Wendel am 31. Mai/1. Juni. Aber der Leckerbissen eines gemeinsamen WM-, EM- und DM-Wochenendes auf der Supermoto-Traditionsstrecke fällt ins Wasser! «Wir haben die Supermoto-WM abgesagt», erklärte Günter Jung vom ADAC Saarland.

Das WM-Comeback nach vier Jahren in Deutschland scheiterte am Geld, wie SPEEDWEEK.com exklusiv in Erfahrung brachte. Jung: «Der Grund ist der, dass der DMSB von der Gebühr, die er für den WM-Lauf bekommt, keinen Millimeter abrückte.» Beim ADAC Saarland wurde gehofft, dass der DMSB die Bezüge reduziert, wie es bereits in der Vergangenheit der Fall war. Da auch Supermoto-WM-Promoter BPROM um Chef Danilo Boccadolce für ein Gastspiel eine Gebühr verlangt, musste Jung feststellen: «Jetzt müssten wir zweimal eine Riesensumme bezahlen. Das ergibt im Ergebnis ein Riesenloch, das wir nicht vertreten werden.»

Gemäss der DMSB-Gebührenordnung im Handbuch Motorrad beträgt die Summe 15.230 Euro. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. «Die Mehrkosten sind deutlich höher. Wir waren bereit, Mehrkosten zu tragen, da ist uns auch Boccadolce entgegengekommen. Aber das ganze Loch werden wir nicht übernehmen können», stellte Jung fest.

SPEEDWEEK.com weiss, dass das Gastspiel von WM/EM Mehrkosten von bis zu 50.000 Euro verursacht hätte.

Der ADAC Saarland verliess sich offenbar darauf, dass der DMSB dieselben Zugeständnisse macht wie früher und liess St. Wendel in den WM-Kalender aufnehmen, ohne einen fixen Deal mit dem deutschen Dachverband für den Auto- und Motorradsport abzuwarten. «Es war nicht der Plan, dass der DMSB alles erlassen wird. Nach Rücksprache mit der DMSB-Geschäftsführung war klar, dass leider nichts zu machen ist. Kann man verstehen, muss man aber nicht», erklärte Jung.

Die Absage ist auch ein Rückschlag für Boccadolce, der die Promotion der WM auf 2014 von Youthstream wieder übernommen hat. Monatelang war über eine Rückkehr des Deutschland-GP verhandelt worden, nun entpuppte sich St. Wendel als Rohrkrepierer. «Ich kann nichts hinzufügen. Die Organisatoren haben uns mitgeteilt, dass sie die Voraussetzungen für einen GP nicht schaffen konnten. Ich hoffe, es gibt in Zukunft wieder die Möglichkeit für ein Rennen in Deutschland», teilte der Italiener mit.

Lesen Sie morgen Sonntag auf SPEEDWEEK.com die Stellungsnahme des DMSB zur Absage des geplanten Supermoto-WM-Laufs in St. Wendel.

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