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ADAC-SX München: Ein Erfolgsmodell

Von Thoralf Abgarjan
Die Olympiahalle war am Samstag beim Supercross-Highlight in München prall gefüllt. Die Stimmung unter den Zuschauern hat sogar den neuen 'König von München' bei seinem ersten Deutschland-Besuch beeindruckt.

Die Ränge in der Olympiahalle waren am Samstag beim ADAC-SX-Cup nahezu komplett besetzt und die Stimmung unter den Zuschauern war mit einem Wort 'elektrisierend'.

Das Supercross München ist eine große Erfolgsgeschichte.

Ein Event für die ganze Familie
Sie Veranstaltung hat sich von Beginn an als familienfreundliches Event verstanden: Moderate Eintrittspreise machen es möglich, dass man selbst am späteren Abend in viele leuchtende Kinderaugen schaut. Das beginnt mit den guten Anfahrts- und Parkmöglichkeiten im Olympiapark und reicht bis zum Rahmenprogramm der Veranstaltung. In den Gängen der Olympiahalle gibt es vielerlei Attraktivitäten zu bestaunen, die von Spielzeugmotorrädern über Cross-Kleidung, Zubehör bis zu echten Cross-, Enduro oder Trial-Bikes zum Anfassen reichen. Und wenn ein Knabe (oder häufig auch dessen Papa) mal in echte Cross-Rennstiefel reinschlüpfen möchte, ist auch das kein Problem.

Gutes Marketing-Konzept
Man trifft in München naturgemäß viel Fachpublikum. Aber die Mehrzahl der Besucher sind keine Hardcore-Offroad-Fans, sondern eher Motorsport-affine Stadtmenschen, welche die Attraktivität des Offroad-Motorsports gerade auch in der kalten Jahreszeit im urbanen Umfeld der Großstadt zu schätzen wissen. Das Münchner Supercross ist in der bayerischen Landeshauptstadt eine fest etablierte Größe. Auf dem Freigelände des Olympiaparks waren natürlich auch Autos zu sehen, die aus Stuttgart, Ulm oder Freiburg angereist waren, aber die mit Abstand meisten Fahrzeuge trugen einheimische Kennzeichen. Das SX-München wird auch entsprechend gut beworben. Eintrittskarten wurden in früheren Jahren beispielsweise auch auf der beliebten vorweihnachtlichen Messe 'Heim und Handwerk' angeboten, wenn diese vor dem SX-Event stattfand. Die Ränge füllen sich also auch hier nicht von allein.

Stars zum Anfassen
Eigentlich war die halbstündige Pause für die Streckenarbeiten viel zu kurz, um alle Attraktivitäten rund um die Strecke in der Olympiahalle zu besuchen: Neben dem Ausstellungsbereich konnten die Zuschauer im Fahrerlager ihre Stars hautnah erleben, ein 'selfie' mit ihrem Idol machen, sich Autogramme holen und den Mechanikern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Mehr als Supercross
Das Showprogramm mit jeder Menge Pyrotechnik und einer Lichtshow stimmte das Publikum mit Unterstützung eines DJs auf die Rennen ein. Die Freestyle-Akrobaten sorgten zwischen den Läufen für Gänsehaut-Atmosphäre und das Stadionsprecher-Duo Thomas Deitenbach und Sven Schreiber hielt das Publikum zu jedem Zeitpunkt des Abends mit hohem Unterhaltungs- und Kompetenzwert 'up to date'. Dazu kamen Live-Schaltungen aus dem Fahrerlager und Interviews mit den Stars des Abends.

So überrascht es denn auch nicht, dass der 'König von München', Kyle Cunningham, der es gewöhnt ist, bei amerikanischen Supercross-Veranstaltungen vor über 70.000 Zuschauern zu fahren, vom Münchner Supercross schlicht begeistert war: «Ich komme gern wieder», war das Fazit seines ersten Deutschland-Besuchs.

München ist also auch im kommenden Jahr eine Reise wert, nicht nur zur Oktoberfestzeit.

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