SX Dortmund: Richier gewinnt im Shirt von Lynggaard

Von Frank Quatember
ADAC Supercross Cup

Nach dem tödlichen Unfall von Kasper Lynggaard wurden im Freitag-Abendprogramm von Dortmund keine Cup-Punkte vergeben. Florent Richier (Suzuki) gewann das SX1-Finale im Dress des verunglückten Yamaha-Kollegen.

Der Tag 1 des ADAC SX Cups in der Dortmunder Westfalenhalle geht in die lange Historie der Supercross-Rennen in Deutschland als schwarzer Freitag ein. Dänemarks Kasper Lynggaard (STC Yamaha) stürzte beim Trainingslauf im Waschbrett und verstarb noch in der Halle. Veranstalter ADAC Westfalen entschied sich nach Absprache mit allen Teams zur Fortsetzung der Rennen respektive Durchführung des Abendprogramms, allerdings ohne Punktewertung.

Natürlich waren die Rennen an diesem Abend Nebensache, zu stark war der Schatten des tödlichen Unglücks vom Nachmittag.

In den Vorläufen setzten sich mit den Franzosen Fabien Izoird, Florent Richier und Charles Lefrancois sowie Gavin Faith die Favoriten durch, während Meisterschaftsanwärter Greg Aranda patzte und in den Hoffnungslauf musste. Den gewann er dann allerdings in souveräner Manier.

Dennis Ullrich: Starker Auftritt auf KTM 250

Im ersten Halbfinale war es Richier, der sich blitzschnell an die Spitze des Feldes setzte. Der Franzose war mit dem Fahrershirt von Lynggaard unterwegs, um dem toten Freund die Ehre zu erweisen. Im Verfolgerfeld gab es einige Stürze, dabei erwischte es erneut Greg Aranda, der sein Motorrad wieder ins Fahrerlager schieben durfte. Dennis Ullrich auf der 250-ccm-Sarholz-KTM fuhr ein glänzendes Rennen und kam auf Rang 4 ins Ziel. Die Plätze 2 und 3 gingen überraschend an den Italiener Matteo Bonini und den Neuling Jace Owen (USA), in den Hoffnungslauf musste neben Aranda auch Topfavorit Teddy Maier.

In Halbfinale 2 glänze Faith am Gatter, der vor Harri Kullas in die erste Kurve einbog, gefolgt von den Franzosen Lefrancois und Boris Maillard. Die Überraschung von München, Steven Clark, kam in Runde 3 zu Fall und schied aus. Faith hielt Rang 1 bis zum Zielsprung, am Hinterrad den MX2-Grand-Prix-Piloten Harri Kullas, der im Waschbrett natürlich große Nachteile hatte.

Im darauffolgenden Hoffnungslauf konnten sich Aranda und der US-Amerikaner Justin Starling für das mitternächtliche Finale qualifizieren, während Steven Clarke und Teddy Maier mit leeren Händen davonzogen.

Das Finale begann wenig überraschend mit dem Holeshot von Richier. Landsmann Aranda fiel bereits in der Anfangsphase aussichtslos zurück und der hohe Favorit Gavin Faith schaffte es zwar noch, sich bis auf Rang 2 vorzukämpfen. Aber der Sieg für Florent Richier geriet nicht mehr in Gefahr, der Suzuki-Pilot rettete sich mit einer Sekunde Vorsprung vor dem verzweifelt kämpfenden Faith ins Ziel. Dritter wurde Fabien Izoird, Dennis Ullrich kam nach schlechtem Start über Rang 11 nicht hinaus.

SX2: Dominique Thury ohne Podestplatz

In der SX2-Klasse wurde kurzfristig das Format geändert. Statt zweier Finalläufe gab es Vorläufe, Hoffnungslauf und ein Finale. Hier setzte sich der Überflieger der letzten Rennen, Sulivan Jaulin, nach hartem Kampf durch und siegte vor seinem französischen Landsmann Adrien Escoffier. Auf Rang 3 landete der Niederländer Dave Versluis. Der Deutsche Dominique Thury kam nicht gut in das Rennen, der Kawasaki-Pilot machte einige kleine Fehler, so dass es nur zu Rang 8 reichte.

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