Dortmund: Auto, Krone und SX-Cup-Sieg für Aranda!

Von Frank Quatember
ADAC Supercross Cup

In einem heißen Finale holt Gregory Aranda das ausgelobte Auto für den Gesamtsieg im ADAC SX Cup. Dennis Ullrich verpasst das Podium. Aber der Tod des 24-jährigen Kasper Lynggaard überschattete Dortmund 2014.

Der Sonntag in der Dortmunder Westfalenhalle steht traditionell im Zeichen der Familie, die Rennen beginnen früher und enden bereits gegen 17 Uhr. Geradezu perfekt , um mit Sohnemann und Mutti mal Benzin zu schnuppern und die spektakulären Piloten des ADAC SX Cups ganz aus der Nähe zu betrachten.

Die ersten beiden Vorläufe brachten keine Überraschungen, die Favoriten auf den Tour-Gesamtsieg, Grégory Aranda und Gavin Faith, setzten sich mühelos durch in Richtung Halbfinale. Auch Dennis Ullrich machte wie am Samstag einen guten Eindruck, vor allem dank eines explosiven Starts in seinem Vorlauf. Der dritte Vorlauf sorgte für Spannung, Florent Richier gewann zwar hochüberlegen mit einem Start-Ziel-Sieg, doch Teddy Maier (USA) krachte mit Steven Clarke zusammen und auch Matteo Bonini (ITA) schied aus.

Halbfinalsieg von Dennis Ullrich

Im ersten Halbfinale wurde Streckensprecher Tommy Deitenbach laut, weil Dennis Ullrich raketenartig aus dem Startgatter schoss und in Führung ging. Die schnellen Franzosen Aranda und Maillard sortierten sich zunächst hinten ein, vorn machten sich Fabien Izoird und der Amerikaner Justin Starling auf die Verfolgung von Ullrich. Doch der Dritte des gestrigen Abends auf seiner 250er Sarholz-KTM strotzte vor Selbstbewusstsein und siegte ungefährdet. Greg Aranda kämpfte sich noch auf Platz 3 hinter Izoird. Im Pech dagegen war Maillard, der in der Sandpassage auf den gestürzten Briten Jack Brunell auffuhr und chancenlos zurückfiel.

Im zweiten Halbfinale war es wieder einmal Jace Owen, der den besten Start hat, gefolgt von Titelanwärter Gavin Faith, der bereits in der ersten Kurve seinen Landsmann passieren kann. Florent Richier startete schlecht, schlängelte sich aber geschickt durch Runde 1 auf den dritten Platz. Danach passiert nicht mehr viel – Faith fuhr das zusätzliche Training locker aus und gewann vor Owen und Richier.

Im folgenden Hoffnungslauf ging es härter zur Sache. Vornweg fuhr Loic Rombault ein einsames Rennen, aber um den entscheidenden zweiten Platz duellierten sich Maillard und Bonini aufs Schärfste. Mit zuviel Einsatz, beide wollen in der Kurve dieselbe Linie das ging schief. Lachender Dritter war der Niederländer Nick Kouwenberg, der dadurch ins Finale einzog.

Vor dem letzten Finale des Dortmunder Events stieg die Spannung ins Unermessliche. Als das Gatter fiel, zeigte Richier die beste Reaktion, dahinter folgte jedoch zum Jubel der Fans KTM-Pilot Ullrich. Um Platz 3 balgten sich Lefrancois und Faith. In derselben Kurve, in der Minuten vorher Maillard und Bonini stürzten, erwischte es auch den Amerikaner. Faith wird vom Franzosen abgeräumt, schied mit kaputter Honda und leicht verletzt aus und musste alle Titelhoffnungen begraben.

Titelentscheidung durch Sturz

Zu diesem Zeitpunkt liegt Greg Aranda noch auf Position 5, doch es dauert gerade mal zwei Runden und war bereits Zweiter. Bis zum Zielsprung liess das «Team France» nichts mehr anbrennen, Richier schnappte den Tagessieg, aber Kollege Aranda schaffte mit dem Titel «König von Dortmund» und «ADAC SX Cup Sieger 2014» das Maximum.

Sein Kommentar fiel kurz und präzise aus: «Ich habe einen Fehler in den Whoops gemacht, als ich hinter Richier war. Dann hab ich etwas zurückgeschaltet, denn ich wollte unbedingt die Titel holen. Das hab ich geschafft und ich bin heute sehr glücklich.»

Dennis Ullrich gibt alles vor der Heimkulisse, kann aber weder Aranda noch den nächsten Franzosen Fabien Izoird im Waschbrett halten und beendet den Sonntag als undankbarer Vierter.

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