AMA Daytona: Blake Young triumphiert erneut

Von Andreas Gemeinhardt
MotoAmerica Superbike
Von jetzt an ist Blake Young der Gejagte

Von jetzt an ist Blake Young der Gejagte

Mit einem Doppelsieg auf dem Daytona International Speedway setzt sich Blake Young an die Spitze des Gesamtklassements der AMA-Superbikes.

Am 9. Juni 2010 stürzte Blake Young (Rockstar Makita Suzuki) bei Testfahrten im Barber Motorsports Park schwer. Der 23-Jährige aus Madison brach sich dabei den ersten Rückenwirbel und musste eine monatelange Zwangspause einlegen. Zum AMA-Saisonauftakt auf dem Daytona International Speedway gelang Young mit dem Sieg in beiden Rennen ein eindrucksvolles Comeback.

Wie im ersten Lauf übernahm zunächst Pole-Setter Joshua Hayes (Monster Energy Graves Yamaha) das Kommando. Der aktuelle US-Superbike-Champion führte das Feld vierzehn Runden lang an, konnte sich aber nie entscheidend von seinen Konkurrenten absetzen. In der letzten Runde übernahm der taktisch klug fahrende Blake Young die Führung und verteidigte diese bis zur Zieldurchfahrt.

«Im letzten Renndrittel wurde ich ein wenig nervös», berichtete Young. «In den schnellen Passagen konnte ich aufgrund der Suzuki-Power immer wieder zu Joshua aufschliessen, fand aber einfach keinen Weg an ihm vorbei. Seine Stärken lagen im kurvenreichen Infield. Also versuchte ich es erneut in der letzte Runde erfolgreich aus dem Windschatten heraus. Jetzt bin ich der Gejagte.»

Um den dritten Platz lieferten sich Tommy Hayden (Rockstar Makita Suzuki) und der letztjährige Daytona-SportBike-Champion Martin Cartenas (Hammer M4 Suzuki) ein spannendes Duell. Die Entscheidung um den letzten Podiumsplatz fiel in Runde 13, als Cardenas nach einem heftigen Slide drei Sekunden verlor und bei seinem respektablen Superbike-Debüt den Kampf aufgab.

Roger Lee Hayden (National Guard Jordan Suzuki) stürzte in der siebten Runde. Er konnte das Rennen fortsetzen, musste aber mit Rang 15 vorlieb nehmen. Mehr Glück hatte sein Teamkollege Ben Bostrom, der das Rennen als Fünfter beendete. BMW-Pilot Larry Pegram (Foremost Insurance Pegram Racing) landete auf dem sechsten Platz vor Chris Clark (Monster Energy Graves Yamaha).

 

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